Zu Bewährungsstrafe verurteilt

Kinderpornografie

Der Richter war sich sicher: Der angeklagte Vredener sagte nicht die Wahrheit. Auch wenn er den Besitz von Kinderpornografie leugnete: Er wurde am Amtsgericht Ahaus verurteilt. Die Polizei hatten eindeutige Suchbegriffe auf dem Rechner des 32-jährigen gefunden.

VREDEN/AHAUS

, 13.12.2016, 15:47 Uhr / Lesedauer: 1 min

Er habe „nicht bewusst Kinderpornos runtergeladen“, beteuerte der 32-jährige Vredener am Dienstagmorgen immer wieder vor dem Amtsgericht Ahaus. Die Daten auf seinem Computer und die eingegebenen Suchbegriffe sagten was anderes. Der Vredener habe „eindeutig gelogen“, stellte der Richter nach der Beweisaufnahme fest und verurteilte den Angeklagten zu sechs Monaten auf Bewährung.

"Nur nach Kinofilmen gesucht"

Bei einem Datenaustauschprogramm habe er nur nach Kinofilmen und Spielen gesucht, behauptete der Vredener. Dabei sollen auch die Kinderpornos mit runtergeladen worden sein. Die Kriminalpolizei zählte nach einer Untersuchung des Laptops insgesamt 26 Pornofilme mit Kindern auf der Festplatte. „Ich habe die Videos sofort wieder gelöscht“, sagte der Angeklagte. Doch im Suchverlauf des Downloadprogrammes fanden die Polizisten eindeutige Suchbegriffe. Und wieder beteuerte der 32-Jährige seine Unschuld: „Ich weiß nicht mal selbst, was diese Begriffe bedeuten.“

„Kinderpornos sind keine Lappalien“, belehrte der Staatsanwalt. „Weil sie diese Filme gucken, tragen sie dazu bei, dass Kindern Leid angetan wird.“ Auch der Richter war sich aufgrund der Beweise sicher: Der Angeklagte habe bewusst nach Kinderpornos gesucht und sich somit strafbar gemacht: „So etwas passiert nicht zufällig.“ 

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