Zuschauer zum Mitdenken und Mitfühlen bewegt

"Kulturraum Stiftskirche"

Die Stiftskirche St. Felizitas, der „Kern der Stadt Vreden, an dem die Kultur symbolisch ihren Ursprung hat“, so Dechant Guido Wachtel bei seiner Begrüßung, war am Sonntag der angemessene Raum für die Eröffnung der Kultur- und Konzertreihe „Spätwerke“.

VREDEN

von Von Susanne Dirking

, 17.10.2011, 13:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schauspielerin Anne Berg und  Sprechers Ito Grabosch rezitierten als zwei Lesende die Geschichte eines Abschieds und beeindruckten das Publikum mit ihrem Können.

Schauspielerin Anne Berg und Sprechers Ito Grabosch rezitierten als zwei Lesende die Geschichte eines Abschieds und beeindruckten das Publikum mit ihrem Können.

Durch die einzigartige Darstellungskunst der Schauspielerin Anne Berg und des Sprechers Ito Grabosch, die als zwei Lesende die Geschichte eines Abschieds rezitierten, gelang es, die Zuhörer hingebungsvoll zum Mitdenken und Mitfühlen zu bewegen. Geistesabwesend, fast wie in Trance, las Anne Berg. Dabei wurde sie oft durch Klopfen an der Tür und das Ticken einer Uhr unterbrochen; ein Zeichen für den aufmerksam zuhörenden Ito Grabosch, der Lesenden mit energischen Einschüben auf die Sprünge zu helfen. „Es gibt nichts mehr zu sagen“, hieß es am Ende dieser traurigen Geschichte beim Auseinandergehen, als nur den Satz „Mein Schatten wird dich trösten“. In der zweiten Version des Beckett-Stückes zeigten die beiden Akteure ihre außergewöhnlichen Stärken beim Lesen und Rezitieren auf hohem Niveau. Anne Berg bestach, als es darum ging, ihre Verzweiflung und das Vergessen in dieser Abschiedsgeschichte auszudrücken, wobei der Trompeter das Stück wundervoll zu einem Ganzen zusammenklingen ließ. Dankbar applaudierte das Publikum für dieses nachdenklich stimmende Kulturerlebnis.

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