Endlich wieder tanzen und feiern: Auch im N-Joy haben zahlreiche Menschen Party gemacht, solange es erlaubt war (Symbolbild). © picture alliance/dpa
Jugendcafé N-Joy

Zwei Wochenenden lang war Party erlaubt: „Das war absolute Ekstase!“

Das N-Joy in Vreden durfte für genau zwei Wochenenden öffnen, dann war wieder Schluss. DJ Rolf Elsing berichtet von einer ausgelassener Party und einem absoluten Glücksgefühl.

Glücksgefühl, Ekstase, ein Fest. DJ Rolf Elsing schwärmt noch immer von den zwei Wochenenden, an denen er sein Jugendcafé N-Joy öffnen durfte – zum ersten Mal nach fast eineinhalb Jahren Lockdown. Mit den steigenden Infektionszahlen hatte sich die Party schnell wieder erledigt, für Rolf Elsing war es aber völlig klar, dass er diese kurze Zeit nutzen musste.

„Das bin ich meinen Gästen schuldig. Aber auch für mich war es einfach unglaublich schön“, sagt der DJ. Schließlich sei genau das sein Leben. „Klar, ich verdiene mein Geld damit und die Zeit ist auch finanziell alles andere als einfach. Aber vor allem nimmt mich der Lockdown emotional mit.“ Manchmal sei er sogar nachts alleine ins N-Joy gefahren.

Anfang Juli war er zum ersten Mal seit Monaten nicht mehr alleine. Weil das Land relativ spontan die Inzidenzstufe Null eingeführt hatte und Rolf Elsing schnell ein Hygienekonzept mit dem Ordnungsamt der Stadt Vreden abgesprochen hatte, durfte er seine Tanzfläche öffnen.

Türsteher hat Corona-Nachweise kontrolliert

„Die Leute waren absolut ausgehungert. Ich habe noch nie so viele absolut glückliche Menschen auf einem Haufen gesehen“, sagt Rolf Elsing. Zwischendurch habe er sogar die Türen schließen müssen, weil der Andrang so groß war. Der Türsteher, der sowieso immer da sei, um das Alter zu kontrollieren, habe sich nun eben auch den Test, Impfausweis oder Genesenen-Nachweis zeigen lassen. Außerdem mussten sich alle Gäste über die Luca-App registrieren.

Dass diese Party-Freiheit vermutlich nicht lange dauern wird, war Rolf Elsing allerdings von Anfang an klar. Deswegen hat er auch sein Getränkelager nicht komplett gefüllt. Dass es am ersten Abend ab 1 Uhr kein Wodka mehr gegeben habe, hätten die Gäste aber verstanden. „Das haben die hingenommen, auch wenn das unter normalen Umständen natürlich völlig undenkbar wäre“, sagt der Vredener.

Keine Party unter freiem Himmel am N-Joy

Auch das Personal sei sehr flexibel gewesen und sei sofort für die zwei Wochenenden eingesprungen. Viele Kellner konnten Michael Meyerink und Rolf Elsing halten, da es ja auch Einsatzmöglichkeiten am Berkelbeach und auf der Sommerbühne gegeben habe. Diese helfen Rolf Elsing auch finanziell durch die Krise. Denn am Berkelbeach unter freiem Himmel soll der Betrieb so lange weitergehen, wie es das Wetter zulässt.

„Die zwei Wochenenden im N-Joy haben sich finanziell vermutlich eher nicht gelohnt, aber dafür habe ich all meine Stammgäste mal wiedergesehen“, sagt Rolf Elsing. Doch auch wenn er die Party genossen hat, weiterfeiern unter freiem Himmel am N-Joy, wie es zurzeit laut Corona-Schutzverordnung erlaubt wäre, möchte er aus Rücksicht auf die Anwohner nicht. Er hofft nun, dass der ursprüngliche Plan Bestand hat und er ab September wieder regelmäßig Partygäste im N-Joy begrüßen kann.

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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Victoria Garwer

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