Dustin Fuhr spielt nicht mehr für den SV Herbern. © Helga Felgenträger
Fußball: Landesliga

20-Jähriger verlässt SV Herbern für die Bezirksliga – unterschreibt aber in der Kreisliga

Der Konkurrenzkampf im Kader der ersten Mannschaft des SV Herbern ist groß. Gerade für Jugendspieler ist es schwer, sich durchzusetzen. Für einen A-Jugendlichen war es wohl zu schwer.

Sechs A-Jugendspieler des SV Herbern starteten in diesem Jahr mit der ersten Mannschaft in die Vorbereitung auf ihr erstes Seniorenjahr. Mit Luca Dombrowski konnte ein Spieler so überzeugen, dass er nun auch zum festen Kader der Landesliga-Ersten gehört. Der Rest wird wohl erstmal hauptsächlich in der zweiten Mannschaft zum Zuge kommen, hat aber durchaus noch Chancen auf Einsätze in der Ersten.

Dustin Fuhr wird die aber nicht mehr bekommen. Der 20-Jährige meldete sich zum Ende des Jahres beim SV Herbern ab. „Er hatte das Gefühl, zu wenige Einsatzzeiten in der Ersten bekommen zu haben“, erklärt Ludger Staar, der Sportliche Leiter des SV Herbern. In der Liga hatte die Mannschaft allerdings bis zu dem Zeitpunkt auch erst sechs Spiele (bislang ohne Einsatz von Fuhr) absolviert. Im Pokal durfte der 20-Jährige einmal ran und erzielte auch direkt ein Tor.

Auch die Möglichkeit, erstmal in der zweiten Mannschaft in der Kreisliga A Erfahrungen zu sammeln und sich dort für die Erste zu empfehlen, schlug er aus. „Er hätte ja auch weiter bei der Ersten mittrainieren können, das machen ja einige andere Spieler genauso. Aber er wollte auf keinen Fall in der Kreisliga A spielen, das hat er deutlich gemacht. Bezirksliga sei mindestens sein Ziel, hatte er uns gesagt“, so Staar.

So weit eine Entscheidung, die wohl jeder Spieler für sich treffen muss. Allerdings sagt Ludger Staar auch: „Ich kenne nur wenige, die direkt aus der A-Jugend zum Stammspieler in der ersten Mannschaft in der Landesliga werden. Er hätte bei uns die Chance bekommen können, aber er hätte sich dafür eben erstmal beweisen müssen.“

Doch nun hat Dustin Fuhr bereits zu diesem Jahr einen neuen Verein gefunden. Das allerdings nicht etwa in der Bezirksliga, Er geht zu Fortuna Walstedde in die Kreisliga A. Ein Ende der Vereinssuche, das er sich vermutlich anders ausgemalt hatte.

„Wenn er diesen Weg gehen will, ist das seine Entscheidung“, sagt Ludger Staar zu dem neuen Verein des 20-Jährigen. „Wir haben ihm da von Anfang an keine Steine in den Weg gelegt, es gab auch keine Unstimmigkeiten von uns aus. Man kann ja keinen Spieler zwingen, bei uns zu bleiben. Er muss sich selbst aussuchen, wo er spielt. Wir wünschen ihm natürlich trotzdem bei Walstedde weiterhin alles Gute.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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