Trainer Axel Taudien vom TV Werne richtet den Blick nach vorne. © Helga Felgenträger (A)
Handball

„2020 abhaken und auf 2021 gucken“: Axel Taudien versucht Optimismus in der Krise zu finden

Nur ein Spiel konnten die Handball-Herren des TV Werne in der neuen Saison bereiten - dann sorgte die Pandemie für einen Zwischenstopp. Einen Neuanfang in 2021 sieht Axel Taudien bislang nicht.

Corona hat das Sportjahr 2020 auch bei den Handball-Männern des TV Werne geprägt. Lediglich ein Spiel konnten sie in der neuen Saison bestreiten. Und die Saison davor – für den Trainer Axel Taudien scheinbar schon zu weit weg.

„Boah, ich kann schon gar nicht mehr sagen, wie das im Januar gewesen ist“, sagt Taudien. Corona war das in 2020 das Hauptthema für die Handballer: „Wir hatten uns einiges vorgenommen für die Saison und das ist natürlich Corona-bedingt dann alles ins Wasser gefallen. Wir waren guter Dinge, sind dann gebremst worden und man muss jetzt sehen, ob man überhaupt noch mal wieder anfängt.“ Man hatte beim TVW gehofft, die andere Saison ordentlich zuende zu spielen, „aber wir haben einiges liegen gelassen“. Da in der Liga vier Mannschaften aufgestiegen sind, hätten sich die Herren einiges vorgenommen – aber wie gesagt, dann kam Corona.

Effektiv sei also in 2020 kaum Handball gespielt worden: „Erst haben wir unter Corona-Bedingungen draußen nur trainiert, dann konnten wir wieder in die Halle. Dann hast du deine Vorbereitungsspiele gemacht und dann ein Spiel in der Liga und dann wurde ja schon wieder abgebrochen.“

Auch für das kommende Jahr wird die Pandemie wohl erstmal den Sport bestimmen, glaubt Axel Taudien. „So lange die dritte Liga nicht spielt, wird das bei uns wohl auch nichts“, glaubt er. Diese Liga ist für ihn der Übergang zwischen Profi- und Amateursport. Und davor müssten die Teams mindestens drei bis vier Wochen trainieren, „sonst ist das Verletzungsrisiko zu hoch. Das macht ja auch keinen Sinn, wenn wir jetzt drei Wochen nichts gemacht haben“.

Erst wieder an den Sport gewöhnen

Wobei sein Team sich seit November mit Laufeinheiten fit hält. „Aber immer nur laufen und selber trainieren…“, sagt Taudien und fügt an: „Da ist die Motivation am Anfang noch da, weil man denkt, dass es schnell wieder weitergeht. Aber jetzt weiß man ja nicht, wie, wann und ob es weitergeht.“ Hinzu käme, dass durch die Einheiten nur die individuelle Fitness trainiert werde – nicht aber die für einen Mannschafts- und Kontaktsport wichtigen Aufläufe. „Alles aus der Vorbereitung ist eigentlich wieder weg. Man muss sich ja auch wieder an den Kontaktsport gewöhnen, glaube ich zumindest.“

Effektiv wurde also kaum Handball gespielt in diesem Jahr. Und auch für das kommende Jahr sieht Taudien erstmal schwarz: „Es ist ja gar nicht klar, wann man überhaupt wieder in die Halle kann. Und der Amateursport steht da bei den Lockerungen auch verständlicherweise ganz hinten an. Das Gesundbleiben ist das Wichtigste.“ Der Herren-Trainer ist aber auch ein ewiger Optimist: „Man muss jetzt das Beste draus machen. 2020 abhaken und auf 2021 gucken.“

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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