Oliver Grewe und Beate Schmidt haben noch einiges vor mit dem Werner SC. © Matthias Kerk
Fußball

21 Jahre Werner SC: „Wir sehen uns als ein Verein, nicht als einzelne Abteilungen“

Der Werner SC ist seit Jahren eine feste Institution und einer der wichtigsten Vereine in Werne. Am 7. Dezember feiert er seinen 21. Geburtstag - wir werfen einen Blick auf die Entwicklung.

Erst seit einem halben Jahr ist Oliver Grewe Vorsitzender des Werner SC. Den Verein kennt er allerdings schon lange. Bereits seit Jahren spielt er im Verein Fußball – erst für die Senioren, jetzt für die Alten Herren. Deswegen hat Grewe auch hautnah mitbekommen, wie positiv der Werner SC sich in den vergangenen Jahren entwickelt hat.

Am 7. Dezember 1999 haben sich SSV Werne und die Sportfreunde Werne zum Werner SC zusammengeschlossen. Aus einem Fußballverein und einem Breitensport- und Fußballverein wurde ein großes Ganzes. Das stieß aber nicht überall auf Zustimmung. „Damals haben sich einige ältere Mitglieder aus dem Verein abgemeldet“, berichtet Grewe.

Viele andere sind aber geblieben. Und zur Fußball- und Breitensport-Abteilung kamen im Laufe der Jahre noch die Volleyball- und Tischtennis-Abteilung hinzu. Mittlerweile hat der Verein insgesamt 1.900 mehr oder weniger aktive Mitglieder. Eine beeindruckende Zahl, mit der der Werner SC zu den größten Vereinen in Werne zählt.

Und auch die einzelnen Abteilungen in Werne sind mit der Zeit gewachsen. Mittlerweile gibt es 24 Fußballmannschaften, sechs Volleyball- und sechs Tischtennisteams. Dazu kommen 60 Breitensportangebote pro Woche, die ebenfalls gut angenommen werden.

Ein ganz zentraler Teil des Werner SC sind und war schon immer die Jugend. Die Abteilung ist im Verein sportartenübergreifend und beherbergt fast 500 jugendliche Sportler. Für das aktuell schwierige Jahr bekommen die Jugendlichen nun auch eine kleine Entschädigung.

Jeder bekommt einen Gutschein über zehn Euro. „Normalerweise haben wir Sommerfeste, Weihnachtsfeiern und ähnliches. Das konnte in diesem Jahr nicht stattfinden, deswegen bekommen die Jugendlichen eine kleine Entschädigung“, erklärt Beate Schmidt, Kassiererin des Werner SC.

Doch trotz der vielen beeindruckenden Zahlen – auch beim Werner SC gibt es hin und wieder Differenzen. So hat die Zusammenführung von zwei Vereinen länger gedauert als zu erwarten. Das hat Oliver Grewe selbst einige Male mitbekommen. „Es war noch oft die Rede von Rot und Blau, also Sportfreunde und SSV. Das hat sich erst nach 10, 15 Jahren gelegt“, so Grewe.

Und auch heute gibt es noch Differenzen. Doch die kann man immer gemeinsam beilegen. „Wir setzen uns dann immer gemeinsam an einen Tisch und klären das – auch abteilungsübergreifend“, so Schmidt. „Wir sehen uns als ein gemeinsamer Verein, der ein Ziel hat: den Jungen und Alten den Sport näherbringen.“

Das soll auch in Zukunft so bleiben. Außerdem hat der Vorstand ein großes Ziel, erklärt Grewe: „Was uns fehlt, ist eine gemeinsame Vereinsstätte. Deswegen wollen wir den Lindert erweitern und haben ein Konzept. Mit der tollen Unterstützung von der Stadt und dem Stadtsportverband können wir das schaffen – jetzt müssen wir aber erstmal abwarten.“

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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