Aktuell weiß niemand, wie lange Ibrahim Saadouni und Eintracht Werne noch pausieren. © Jura Weitzel
Fußball

50-Prozent-Regel: Fußballkreise legen Regel wohl anders aus als der Verband

Es war vor der Saison klar: Nur bei 50 Prozent absolvierter Spielen wird die Spielzeit gewertet. Der Verband legt die Regel nun anders aus als erwartet - die Kreise gehen vielleicht ihren eigenen Weg.

Erst in dieser Woche hat der Verband öffentlich gemacht, dass er den Spielbetrieb im Fußball auch im Dezember ruhen lassen wird. Nun ist eine neue Nachricht zur Wertung der Saison klar geworden: Es müssen 50 Prozent der Ligaspiele und nicht von jedem Verein gespielt werden.

Das gilt allerdings nur für die überkreislichen Ligen. Die Fußballkreise können selbst entscheiden, wie sie die 50-Prozent-Regel interpretieren. Und sowohl der Fußballkreis Münster mit dem SV Herbern II und III und dem Werner SC II als auch der Kreis Unna/Hamm mit Eintracht Werne und dem SV Stockum haben da eine eindeutige Meinung,

„Unser Ziel ist es, dass Jeder gegen Jeden gespielt hat“, sagt Friedhelm Wittwer, stellvertretender Kreisvorsitzender Unna/Hamm und Staffelleiter der Kreisliga A1. Damit entscheidet der Kreis anders als der Verband. „Wir halten das für die beste und fairste Lösung.“

Und auch der Fußballkreis Münster sieht das ähnlich. Vorsitzender Norbert Krevert sagt: „Unser Ziel ist es, dass Jeder gegen Jeden spielt. Die Hinrunde sollte komplett abgeschlossen sein. Wir müssen schauen, wie viel noch geht. Wir wollen noch so viele Spiele wie möglich absolvieren.“

Und er macht nochmal ganz deutlich: „Wenn machbar, sollte jede Mannschaft 50 Prozent der Spiele absolviert haben. Die Priorität liegt darauf, dass wir bei einer Saisonfortsetzung erst die Hinrunde beenden. Danach können wir auch die Spiele der Rückrunde austragen“, so Krevert. Allerdings: „Darüber ist noch nicht entschieden. Ich bin mir ganz sicher, dass wir im Laufe des ersten Halbjahres die Hinrundenspiele durchführen können, wenn die Temperaturen steigen.“

Er sieht besonders einen entscheidenden Faktor. „Wir sollten erst alle Nachholspiele absolvieren. Ein genauer Plan wird aber noch von den Kreisen festgelegt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir Hinrunden-Begegnungen offen lassen, wenn wir bis Juni spielen sollten“, erklärt Krevert.

Die Kreise werden das allerdings zusammen entscheiden. Er sagt: „Wenn Jeder gegen Jeden spielt, dann werden wir die 50 Prozent erreichen. Wir werden da aber wohl in den Kreisen eine einheitliche Lösung finden. Diese Planungen finden im Augenblick alle unter Vorbehalt statt. Wir machen uns viele Gedanken dazu.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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