Niklas Link war ein wichtiger Spieler für den Werner SC. © Timo Janisch
Fußball: Landesliga

Acht Monate nach Niklas Links Verletzung: „Ich bleibe als Edelfan des Werner SC“

Niklas Link war beim Werner SC wohl einer der wichtigsten Spieler im Kader - sowohl auf, als auch neben dem Platz. Eine schwere Verletzung stoppte ihn. Nun wirft er einen Blick zurück.

Mit der U17 und der U19 von Preußen Münster hatte er in der Junioren Bundesliga gespielt; mit der Landesligamannschaft des Werner SC hatte er noch einiges vor. Eine schwere Knieverletzung beendete die Fußballkarriere von Defensiv Spezialist Niklas Link allerdings jäh. Damit habe er sich mittlerweile abgefunden, sagt der 26-jährige Verteidiger. Wenngleich auch der Gedanke daran, nie wieder Fußball zu spielen, nach wie vor kein schöner sei.

An die Zeit nach der vermeintlich harmlosen Verletzung erinnert sich Link gut: „Das war eine echte Odyssee. Ich habe lange auf meinen MRT Termin warten müssen. Ich bin drei Monate lang von einem Arzt zum nächsten und von einem Orthopäden zum nächsten getingelt.“ Am Ende landete er in einer Wuppertaler Klinik bei einem Spezialisten für Sportverletzungen. Dort gab es die niederschmetternde Diagnose: Patellasehnenanriss und Knorpelschaden im rechten Knie.

„Das ist natürlich ein harter Schock“

„Das war der Moment als mir klar wurde, dass ich nie wieder gemeinsam mit den Jungs auflaufen werde und dass das Kapitel Fußball für mich vorbei ist“, erinnert sich Link. „Wenn du nach 20 Jahren Fußball so eine Diagnose kriegst und du von jetzt auf gleich aufhören musst, dann ist das natürlich ein harter Schock“, bilanziert er.

Vielleicht doch irgendwie weiterzuspielen sei für ihn aber zu keinem Zeitpunkt eine Option gewesen: „Ich will meine Gesundheit und mein Knie nicht aufs Spiel setzen. Ich habe keine Lust darauf, dass ich schon mit 30 ein künstliches Knie brauche“, sagt Link.

Als Edelfan will Niklas Link weiter dabei sein

Den Kontakt zu seinen ehemaligen Mannschaftskameraden pflegt er allerdings weiterhin. „Ich bin immer noch in der WhatsApp-Gruppe der Mannschaft drin und schreibe mit einigen immer mal wieder“, sagt er und betont seine Verbundenheit zum WSC: „Ich stehe jetzt vielleicht nicht mehr auf dem Platz, aber als Edelfan werde ich immer dabei sein.“

Dass der Ball in der Landesliga aktuell aufgrund der Corona-Pandemie noch ruht, habe ihm geholfen mit der Situation umzugehen, glaubt der 26-Jährige, der im Sommer 2016 vom SV Hilbeck nach Werne gewechselt war und seitdem das WSC Trikot getragen hatte. „Das macht es schon etwas besser – ganz klar. Aber klar ist auch: Wenn es wieder los geht, dann stehe ich am Rand. Dann wird der WSC angefeuert.“

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