Robin Krysiak (r.) und Mathis Hülk haben Grund zur Freude. Die Staffel der Herberner Zweitvertretung ist © Johanna Wiening
Fußball

Aus diesem Grund hat die Kreisliga A2 Münster doppelt so viele Spiele absolviert wie andere Ligen

Die Hälfte aller Spiele müssen absolviert werden, damit diese Saison gewertet werden kann. Im Kreis Münster sind sie da deutlich näher dran, als in anderen Kreisen. Das hat einen einfachen Grund.

Die Zahl 50 spielt im Fußball seit Jahren eine große Rolle. Im Profifußball ist damit vor allem die 50+1-Regel und die Hürde für den Einstieg von Investoren in die Vereine verbunden. Im Amateurfußball hat die Zahl seit der Corona-Pandemie dank der 50-Prozent-Regel an Wichtigkeit gewonnen.

Die Hälfte aller Spiele dieser Saison müssen nämlich gespielt werden, damit die Spielzeit gewertet werden kann. Das ist trotz des anhaltenden Lockdowns das große Ziel des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen. Der Fußballkreis Münster hat vor der Spielzeit in weiser Voraussicht eine Entscheidung getroffen, die die Zielerreichung deutlich erleichtert: Die Staffeln der A-Ligen wurden verkleinert.

Norbert Krevert hat in seinem Kreis vor der Saison eine Änderung vorgenommen.
Norbert Krevert hat in seinem Kreis vor der Saison eine Änderung vorgenommen. © Norbert Krevert © Norbert Krevert

In der Kreisliga A2 Münster mit dem SV Herbern II und der SG Selm wurden deswegen bis zur Saisonunterbrechung schon 29,55 Prozent der Begegnungen absolviert. In der Kreisliga A1 Unna-Hamm, wo der SV Stockum spielt, sind es zum Beispiel gerade einmal 14,58 Prozent.

„Die Anzahl der Spiele sind auch unterschiedlich, weil es im Kreis Unna von der Politik ein Spielverbot gab“, sagt Norbert Krevert, Vorsitzender des Kreises Münster. Unabhängig davon betrachte er die Verkleinerung der Staffeln als einzige richtige Entscheidung.

„Das wurde von den Vereinen weitgehend positiv aufgenommen. Erst haben sich welche beklagt, dass es eine kurze Saison werde, aber jetzt sind sie froh.“ In der Kreisliga B3 seines Kreises wurden zwar auch schon 27,14 Prozent der Partien gespielt, dort gibt es aber große Unterschiede zwischen den Teams.

Der Werner SC II hat erst fünf Spiele absolviert, während der Tabellenführer SV Senden II bereits neun hat. „Die absolute Priorität hat, dass alle Mannschaften möglich viele Spiele haben. Deswegen werden auch erst die Nachholspiele gespielt werden“, sagt Krevert.

Alle Teams sollen die Hinrunde gespielt haben

Er gehe davon aus, dass die Saison wahrscheinlich nach der Quotienten-Regelung gewertet werde. „Unser Ziel ist, dass alle Teams mindestens 14 Spiele, also eine Hinrunde, gespielt haben.“

Auch die beiden Ligen sollen auf einen Stand gebracht werden. „Die A-Liga soll nicht 70 Prozent und die B-Liga nur 50 gemacht haben. Wir müssen aber auch gucken, ab wann wir wieder spielen können. Sobald es wieder losgeht, glaube ich, dass wir das aufholen können. Es macht aber nur Sinn, wenn alle spielen können.“

Vor März halte der Kreisvorsitzende aber Training für utopisch. „Ich habe Hoffnung, dass wir um Ostern wieder spielen können, aber das ist alles reine Spekulation. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Wir können erst planen, wenn es ein Datum gibt.“

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
Zur Autorenseite
Tobias Larisch

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt