Beate Przybilla (M.), Trainerin der Handballerinnen des TV Werne, beschäftigt vor allem eine Frage zum Vorschlag des Verbands sehr. © David Döring
Handball

Corona-Tests im Handball: So stehen die Verantwortlichen des TV Werne zum Vorschlag des Verbands

Die Spieler sollen vor den Spielen Corona-Schnelltests machen: Das schlägt der Handballverband Westfalen vor, wenn die Saison wieder weitergeht. Wie denkt der TV Werne Handball über diesen Vorschlag?

Wenn die Handball-Saison weitergehen soll, dann brauchen die Vereine ein Testkonzept. Der Vorschlag des Handballverbands Westfalen: Die Spieler sollen vor den Partien Corona-Schnelltests machen. Das denken die Verantwortlichen des TV Werne Handball dazu.

In der Oberliga-Aufstiegsrunde sind Corona-Tests laut Verband Pflicht. In der Verbands- und Landesliga könnten das dagegen die Teams selbst entscheiden. Vom TV Werne muss sich nur die Frauen-Mannschaft aus der Landesliga mit dem Thema beschäftigen.

Ob sie in der Aufstiegs- oder Pokalrunde antritt, darüber sei laut Abteilungsleiter Patrick Siegel noch keine Entscheidung getroffen. „Das sollen die Trainer mit ihren Mannschaften entscheiden.“

Unklar ist auch noch, wie der TV Werne insgesamt zu dem Vorschlag des Verbands steht. Vorgeschrieben seien die Tests vor den Spielen nicht, wenn zwei Mannschaften das nicht wollen würden, könnten sie auch ohne spielen, erklärte der Vize-Präsident Spieltechnik des Handballverbands Westfallen, Andreas Tiemann.

Siegel: „Wir können keinen dazu zwingen“

„Wenn es eine Mannschaft von uns betrifft, müssen es alle aus dem Team wollen. Sie müssen das für sich zu entscheiden. Wir können keinen dazu zwingen“, sagt Abteilungsleiter Siegel. „Aber wenn es nach mir geht: Ich würde mich testen lassen und spielen.“

In der Frauen-Mannschaft von Beate Przybilla war das auch schon ein Thema. Eine Entscheidung dazu gibt es aber noch nicht. „Erst einmal muss geklärt werden, wann wir wieder spielen. Ich glaube nicht an März“, sagt die Trainerin.

Für sie stellt sich auch noch eine andere Frage. „Ich frage mich, wie das durchgesetzt wird. Ein Test kostet 8 Euro, mal 14 Spielerinnen. Das geht schon ins Geld. Wenn es einmalig wäre, natürlich. Aber eine Runde hat 11 Spiele. Das sind enorme Zusatzkosten.“

Von einer Kostenbeteiligung der Spielerinnen hält Przybilla nichts. „Das ist ein Hobby, das wir betreiben. Wir verdienen daran kein Geld. Wir haben Spaß an Bewegung. Wir sollten Geduld haben und warten, bis wir unter anderen Bedingungen spielen können. Wir sollten nichts riskieren und ehrlich sein: Die Saison ist gelaufen.“

Sollte doch in nächster Zeit wieder gespielt werden können, würde die Trainerin sich aber freuen. „Das Schönste wäre, wenn die Pandemie es zulässt, dass wir ein bisschen spielen können. Es wäre schön, wenn wir den Ball wieder in die Hand nehmen könnten.“

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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