Westfalia Kinderhaus hat es unter die Top Ten geschafft, der Werner SC nicht. © Dominik Gumprich
Fußball

Das sind die Torfabriken der Landesliga 4 der vergangenen zehn Jahre

Bekanntermaßen werden die meisten Tore in der Kreisliga geschossen. Doch auch in der Landesliga 4 gab es in den vergangenen Jahren einige Mannschaften, die Tore wie am Fließband geschossen haben.

Die Landesliga 4 gilt als eine besonders ausgeglichene Liga. Viele Mannschaften sind auf einem Niveau, jeder kann jeden schlagen. Aber manchmal gibt es auch Teams, die viele Tore wie am Fließband schießen – völlig egal, gegen welchen Gegner.

In einer Übersicht haben wir die Top Zehn der Torfabriken aus den vergangenen zehn Jahren in der Landesliga 4 zusammengestellt. Spoiler vorab: Weder der Werner SC, noch der TuS Haltern sind mit von der Partie. Auch der SV Herbern hat die besten Zehn knapp verfehlt – der Verein wäre auf Rang Elf gelandet. Dafür ist eine Mannschaft gleich doppelt dabei.

Platz 9: Borussia Emsdetten und TuS Altenberge (Saison 2017/18) – 67 Tore

Borussia Emsdetten war viele Jahre eine feste Größe in der Landesliga 4, stieg weder auf noch ab. 2018 aber schaffte das Team den Sprung in die Westfalenliga – und zwar nach einer besonders offensivstarken Saison. Satte 67 Treffer erzielte die Borussia in der Spielzeit. So gefährlich war die Offensive des Vereins danach in der Westfalenliga nie wieder – auch, wenn die Mannschaft immer die Klasse halten konnte und teilweise sogar oben mitspielte.

Genauso torgefährlich war in derselben Saison auch der TuS Altenberge – für den Aufstieg reichte es für die Mannschaft allerdings nicht. Das Team landete am Ende der Saison auf Rang vier hinter Emsdetten, dem SV Mesum und dem SV Herbern. In den Spielzeiten danach reihte sich der TuS Altenberge meist eher im Mittelfeld der Landesliga 4 ein.

Platz 8: SV Dorsten-Hardt (Saison 2012/13) – 68 Tore

Blickt man auf die letzten zehn Jahre des SV Dorsten-Hardt zurück, fällt besonders die Saison 2012/13 auf. Die Mannschaft legte eine überragende Spielzeit hin, wurde Meister und stieg in die Westfalenliga auf. Zwar stellte man mit 68 Toren nicht die beste Offensive der Liga, aber das tat dem Erfolg keinen Abbruch. Danach lief es für den SV Dorsten-Hardt nie wieder so gut – die Mannschaft erreichte immer nur einen zweistelligen Tabellenplatz.

Platz 7: TSV Marl-Hüls (Saison 2011/12) – 71 Tore

Die Saison 2011/12 war gerade erst der Start des positiven Trends beim TSV Marl-Hüls. Mit extrem starken 71 Toren erreichte die Mannschaft in der Landesliga 4 Rang vier und stieg damit in die Westfalenliga auf. Von dort ging es nur noch bergauf – bis der Verein zur Saison 2018/19 die Mannschaft zurückziehen musste.

Platz 6: Viktoria Heiden (Saison 2013/14) – 72 Tore

In der Saison 2013/2014 erreichte die Viktoria aus Heiden einen der größten Erfolge seit Langem: Sie stieg in die Westfalenliga auf. Satte 72 Tore erzielte die Mannschaft; das waren die meisten in der Liga. Das Team wurde Meister. Nach zwei Jahren Westfalenliga ging es zurück in die Landesliga 4 – dort versank die Mannschaft dann im Mittelfeld.

Platz 5: GW Nottuln (Saison 2012/13) – 74 Tore

GW Nottuln ist nicht die Mannschaft mit den meisten Toren in der Saison 2012/2013. 74 Treffer können sich aber dennoch sehen lassen – und sorgten auch für den Aufstieg in die Westfalenliga. Drei Jahre später ging es wieder runter – nur um 2019 wieder aufzusteigen.

Platz 4: Eintracht Ahaus (Saison 2018/19) – 76 Tore

Eintracht Ahaus spielte zuletzt oft im oberen Mittelfeld der Landesliga 4 mit. Für den Aufstieg reichte es aber nie. Besonders knapp war es da in der Saison 2018/19 – die Mannschaft landete am Ende auf Rang vier. 76 Tore sind eigentlich ohnehin ein starker Wert, doch Ahaus hatte das Pech, dass Westfalia Kinderhaus und GW Nottuln überragten.

Platz 2: SV Mesum (Saison 2017/18) und Viktoria Heiden (Saison 2012/13) – 80 Tore

Am Ende der Saison 2017/18 wurde der SV Mesum „nur“ Zweiter. Angesichts des Aufstiegs tat das der Freude keinen Abbruch – vor allem bei der extrem starken Offensive der Mesumer. Ganze 80 Tore erzielte die Mannschaft. Nach nur einem Jahr Westfalenliga ging es wieder runter – und ein Jahr später wieder hoch in die Westfalenliga.

Genauso erfolgreich wie der SVM war auch Viktoria Heiden vor dem Tor – allerdings in der Saison 2012/13. Das reichte zwar nur zu Platz vier, aber ein Jahr später schaffte die Viktoria ja bekanntlich den Aufstieg.

Platz 1: Westfalia Kinderhaus (Saison 2018/19) – 81 Tore

Die Offensive von Westfalia Kinderhaus überragte in der Saison 2018/19 – die Mannschaft erzielte ganze 81 Treffer. Für den Aufstieg reichte es allerdings nicht, denn das Team verlor das Relegationsspiel für die Westfalenliga. Eine Saison später reichte es für die Elf, die jetzt von Holger Möllers trainiert wird, aber schließlich doch noch.

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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