Aykut Kocabas ist Co-Trainer von Eintracht Werne. © Johanna Wiening
Fußball

„Davon sind wir weit weg“: Eintracht Werne vermisst ihre wohl erfolgreichste Fußballdisziplin

Normalerweise wäre das Fußballjahr für den A-Ligisten Eintracht Werne noch nicht zuende. Denn nach Weihnachten würde wohl der erfolgreichste Saisonteil der Evenkämper kommen - wäre da nicht Corona.

Es ist ein ruhiges Fußballjahr 2020 – aufgrund der Corona-Pandemie liegt der Ball die meiste Zeit still. Zum aktuellen Zeitpunkt des Jahres wäre die reguläre Saison eh bereits in der Winterpause. Doch für Eintracht Werne würde jetzt wohl eine Lieblingsdisziplin beginnen.

Gemeint ist der Hallenfußball. Zwischen Weihnachten und Silvester würde normalerweise die Werner Stadtmeisterschaft anstehen, im neuen Jahr dann noch diverse weitere Turniere. Im vergangenen Jahr hatten die Evenkämper an drei Turnieren teilgenommen – und waren drei Mal weit gekommen.

„Ich will jetzt gar nicht sagen, dass das unser Lieblingsteil der Saison ist. Wir würden auch so gerne auf dem Rasen stehen“, sagt Aykut Kocabas, Co-Trainer, der die Eintracht aber immer in der Halle trainiert. „Aber man muss ehrlich sagen: Uns macht das schon richtig Bock. Und wir haben ja auch den einen oder anderen guten Hallenfußballer dabei.“
In der Halle erleben die Evenkämper besonders im letzten Winter auch immer wieder Highlights. So hat die Mannschaft beispielsweise im vergangenen Jahr die Hallenstadtmeisterschaft in Werne am Ende überlegen gewonnen. Ein anderes Erlebnis ist Aykut Kocabas aber noch im Kopf.

„Das war Anfang des Jahres im Januar in Bockum-Hövel beim Potti Cup“, erinnert sich der Co-Trainer noch genau. „Wir haben im Halbfinale gegen Lippstadt, also einen Regionalligisten, gespielt. Am Ende haben wir das Spiel zwar dann auch wie erwartet verloren, aber bis zehn Sekunden vor Schluss waren wir in Führung. Das war schon geil, auch wenn wir dann im Neunmeterschießen den Kürzeren gezogen haben.“

Neben den besonderen Ereignissen haben die Hallenturniere für Eintracht Werne normalerweise auch einen finanziellen Aspekt. „In erster Linie machen wir das wegen des Spaßes. Aber natürlich ist das auch schön, dass das auch im Optimalfall Geld in die Mannschaftskasse bringt.“

Dass das Geld in diesem Jahr nun wohl fehlen wird, ist für Kocabas halb so wild. „Normalerweise war das natürlich immer super für die Mannschaftsfeiern“, sagt er. „Aber davon sind wir gerade, denke ich, genauso weit weg wie von der Hallensaison.“

Statt Hallenfußball bleibt den Evenkämpern in diesem Jahr ebenso wie allen anderen Mannschaften nur individuelles Fithalten. Ein Ende der Corona-Zwangspause ist aktuell ungewiss. „Und da ist die Motivation nicht so groß“, gibt Kocabas zu. „Wir gehen schon joggen und sowas. Aber auf dem Fußballplatz oder in der Halle zu stehen, wäre jetzt natürlich viel schöner für alle.“

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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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