Der Sportliche Leiter des SV Herbern Ludger Staar hat zuletzt viele Gespräche geführt. © Helga Felgenträger
Fußball: Landesliga

Der Kader des SV Herbern für die neue Saison steht – mit einigen Fragezeichen

Naturgemäß ist der SV Herbern jedes Jahr früh dran mit der Kaderplanung. Davon ließen sich die Verantwortlichen auch durch die Corona-Pandemie nicht abhalten. Einige Fragezeichen gibt es aber noch.

Anhänger des Fußball-Landesligisten SV Herbern wissen: In einem Jahr ohne Corona wird traditionell beim Davertpokal die Trainerfrage für die neue Saison geklärt – viel früher als bei den meisten anderen Vereinen. Und auch die Kaderplanung lässt danach naturgemäß nicht mehr lange auf sich warten. Und auch wenn dieses Jahr kein Davertpokal stattfindet: Die Reihenfolge der Ereignisse ist die gleiche.

Dass Trainer Benjamin Siegert beim SV Herbern um ein weiteres Jahr verlängert hat, ist bereits seit einigen Wochen klar. Und auch in Sachen Kaderplanung hat der Sportliche Leiter Ludger Staar nun Erfreuliches zu vermelden: „Uns verlässt niemand – nur bei einem Spieler ist es derzeit noch unsicher.“

Gemeint ist der Brasilianer und Mittelfeldmotor Airton, der bekanntermaßen gerne in höheren Ligen spielen würde. „Wir werden ihm da keine Steine in den Weg legen“, sagt Ludger Staar. „Aber er hat da auch noch keine Entscheidung getroffen. Man muss ja auch erstmal schauen, was in diesem Sommer überhaupt möglich wäre.“

Einige Fragezeichen bei der Kaderplanung des SV Herbern

Airton ist allerdings nicht der einzige Spieler, bei dem es noch Unsicherheiten oder Einschränkungen gibt. So werden beispielsweise mit Julian Trapp und Luis Krampe gleich zwei wichtige Spieler dem SV Herbern zeitweise nicht zur Verfügung stehen.

„Luis ist von Februar bis September in München. Und Trappi wird, wenn alles nach Plan läuft, von Mai bis Februar wieder in die USA gehen“, erklärt Staar. „Aber wenn sie wiederkommen, werden beide Jungs wieder für den SV Herbern spielen – das freut uns natürlich.“

Dazu kommen Spieler, die zeitlich möglicherweise etwas eingeschränkt sind. Durch die Pandemie steht das allerdings noch nicht zu hundert Prozent fest. So startet zum Beispiel Robin Schwick ein Studium in Aachen. „Allerdings wird das ja erstmal online sein und selbst wenn dann Präsenzphasen dazu kommen – er wird uns weiter zur Verfügung stehen.“

Robin Schmitt beginnt derweil mit einem dualen Studium in Dortmund. „Das ist von der Entfernung ja durchaus noch machbar. Aber man muss halt mal schauen, wie ihn das Studium an sich zeitlich einschränken wird. Das warten wir mal ab“, so Staar.

Ein Spieler, der sich schon in dieser Spielzeit ein wenig zurückgezogen hat, ist Eric Sabe. „Er wird wohl auch in der nächsten Saison weniger machen und vielleicht sogar eher mal der Zweiten helfen. Aber wenn Not am Mann ist, steht er der Ersten natürlich so gut wie möglich zur Verfügung“, erklärt der Sportliche Leiter der Herberner.

Neben den vielen Fragezeichen, die sich unter anderem durch die Pandemie ergeben haben, gibt es natürlich auch erfreuliche Nachrichten. „Wir haben ja die vier Spieler aus Nordkirchen, die zu uns stoßen“, erklärt Ludger Staar im Bezug auf die Verpflichtung von Philipp Sandhowe, Thomas Eroglu, Tim Bröer und Daniel Krüger. „Und dazu kommt ja quasi noch ein weiterer Neuzugang mit Ahmet Schett, der zwei Jahre wenig bis gar nichts gemacht hat.“

Außerdem sollen auch die A-Jugendlichen natürlich nicht vergessen werden. „Wir haben drei Jungs, die ganz sicher die Vorbereitung bei der Ersten mitmachen“, erklärt Staar. „Aber es gibt auch noch Spieler, die sich Bedenkzeit erbeten haben. Da kann also noch was dazu kommen.“

Insgesamt sieht die Tendenz also danach aus, dass der ohnehin schon breite Kader des SV Herbern eher wächst, als dass er kleiner wird. Ludger Staar erklärt: „Aber am Ende der Vorbereitung bleiben dann wie immer 24 Spieler über – das entscheidet das Trainerteam.“

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
Zur Autorenseite
Johanna Wiening

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.