Für Eintracht Ahaus und den SV Herbern müsste es bald wieder los gehen. © Verena Schafflick
Fußball

Die Landesliga 4 kann rechnerisch noch 50 Prozent schaffen – unter einer Bedingung

Es ist im Moment das Gesprächsthema Nummer eins im Amateurfußball: Jeder will wissen, ob die Saison fortgesetzt wird oder nicht. Aber ist das in der Landesliga 4 rechnerisch überhaupt noch möglich?

So richtig geht aktuell wohl niemand davon aus, dass die laufende Spielzeit nochmal fortgeführt wird. Dennoch sieht der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) aktuell noch davon ab, den Abbruch auch wirklich durchzuziehen. Man könne immer noch die 50 Prozent der Saison erreichen, heißt es von offizieller Stelle.

Aber stimmt das wirklich überall? Die Landesliga 4 hat noch einiges an Spielen vor sich. Die IG Bönen hat beispielsweise erst drei Spiele absolviert. Zwar müssen theoretisch nicht alle Mannschaften jeweils die 50 Prozent erreichen, sondern nur 50 Prozent der Gesamtsumme der Ligaspiele, aber dennoch klingt die Vorgabe gerade unter den aktuellen Bedingungen nicht unbedingt plausibel.

Die Vereine der Landesliga 4 dürfen frühestens ab dem 19. April trainieren

Denn trainiert werden darf frühestens wieder ab dem 19. April, wenn der Lockdown beendet ist. Dazu kommt, dass der Verband den Vereinen vier Wochen Vorbereitungszeit eingeräumt hat. Gestartet werden kann also erst am 16. Mai – und dann ohne Englische Wochen, heißt es vom FLVW.

Auch Gerhard Rühlow, Staffelleiter der Landesliga 4, hat so seine Zweifel an einer Fortsetzung der Saison. „Ich glaube, dass es sehr schwierig wird“, sagt er. „Angesichts der aktuellen Entwicklungen ist es schwer vorstellbar, dass es nochmal weitergeht.“

Dennoch stellt er auch klar: „Rechnerisch sind die 50 Prozent in der Landesliga 4 durchaus noch möglich. Aber nur, wenn man zwei Mal in der Woche spielen kann und wir auch bald starten. Wenn es am 16. Mai erst los geht, habe ich definitiv meine berechtigten Zweifel.“

Sicher kann aber auch Gerhard Rühlow nicht sagen, wie die Saison weitergeht. Deswegen bereitet auch er sich auf einen möglichen Re-Start vor – nur für den Fall der Fälle.

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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