Philipp Dubicki fehlt dem SV Herbern seit Saisonbeginn. © Jürgen Weitzel
SV Herbern

Die Leidensgeschichte von Herberns Philipp Dubicki geht weiter – ohne Diagnose

Eigentlich hatte Philipp Dubicki, Kapitän des SV Herbern, nie große Probleme mit Verletzungen. In dieser Saison ist das aber anders. Aktuell kann er wenig tun - denn eine Diagnose gibt es nicht.

60 Minuten hat Philipp Dubicki in dieser Saison bisher für den SV Herbern gespielt. Und das nicht etwa, weil der Kapitän seinen Stammplatz verloren hat. Im ersten Saisonspiel riss er sich das Außenband – doch das war nur eine von vielen Verletzungen in Dubickis Leidenszeit.

Von Vorne: Schon in der Vorbereitung musste der Kapitän, der eigentlich eine wichtige Stütze im Team des Landesligisten ist, über weite Strecken passen. Immer wieder zwangen ihn Knieprobleme zum Zuschauen.

Doch pünktlich zum Saisonstart meldete sich der Kapitän fit. Das hielt aber nur kurz, denn dann folgte der Außenbandriss. Eine bittere Verletzung, die aber nach sechs Wochen im Normalfall auskuriert sein sollte – eigentlich.

Denn als Dubicki wieder mit dem Joggen startete, merkte er schnell einen Schmerz in der Wade. Nach vielen Arztbesuchen kam die Diagnose Muskelfaserriss in der Wade. Die Stelle des Risses war allerdings so ungünstig, dass schnell klar wurde: Bis zum Ende des Jahres sollte der Kapitän wohl pausieren. Die nächste bittere Pille – doch immer noch nicht die Letzte.

Denn als Dubicki nun endlich wieder mit dem Laufen starten konnte, kam schnell die Ernüchterung. „Ich konnte erstmal loslaufen, aber nach spätestens einem Kilometer hatte ich Schmerzen und Taubheitsgefühle. Da ging dann gar nichts mehr“, so Dubicki.

Also wieder zum Arzt. Der verschrieb Krankengymnastik. „Da meinten die dann, es wäre ein Problem mit den Nerven“, sagt der Herberner. „Dann wurde ich massiert und es wurde alles Mögliche gemacht und getan, damit es endlich besser wird.“ Doch das wurde es nicht.

Denn auch jetzt hat Philipp Dubicki noch Schmerzen. „Ich kann immer noch nicht laufen“, sagt er. „Das ist schon bitter und tut weh. Vor allem wenn man keine Diagnose hat, weiß man ja auch gar nicht, was man dagegen tun kann und wie man am Besten regenerieren kann.“

Was den Fußball angeht, hat Philipp Dubicki zumindest einen Vorteil. „Das spielt mir natürlich gerade in die Karten, dass aktuell eh nicht gespielt wird“, sagt er. „Aber ich kann noch gar keine Prognose geben, wie und wann es für mich weitergehen wird.“

Der Fußball ist für ihn ohnehin aktuell definitiv nicht das Wichtigste. „Ich möchte erstmal einfach wieder Laufen können“, so Dubicki. „Da ist der Fußball erstmal absolut zweitrangig.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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