Die LippeBaskets würden so gerne wieder vor Zuschauern spielen. © Matthias Kerk
Jahresrückblick

Die LippeBaskets haben das Beste aus dem Sportjahr 2020 rausgeholt

Es war wenig Sport im Jahr 2020. Besonders die Hallensportler haben unter den Einschränkungen gelitten. Auch die LippeBaskets konnten kaum Pflichtspiele austragen, haben aber daraus das Beste gemacht.

Eigentlich war der Start in das Jahr 2020 sogar ziemlich gut für die LippeBaskets. Fast wöchentlich trugen sie ihre Pflichtspiele aus, die zumeist auch mit einem Sieg endeten. Es war eine durchweg gute Saison für die LippeBaskets – bis die Corona-Pandemie dazwischenkam.

Am 14. März sollten die LippeBaskets eigentlich gegen BC Soest spielen. Zwar war das Coronavirus bereits präsent – niemand erwartete aber wenige Tage vorher, dass die Partie und auch alle folgenden abgesagt werden würden. „Wir verzichten dann auf Selfies und Autogramme“, sagte Trainer Christoph Henke noch süffisant, angesprochen auf die Corona-Maßnahmen. Nur wenige Stunden später wurde alles abgesagt – eine Entscheidung im Sinne aller und auch zum Wohle der Gesundheit.

Nach der Absage begann eine lange Diskussion, wie und ob es Auf- oder Absteiger geben sollte. Für die LippeBaskets allerdings keine allzu angespannte Situation – sie hatten weder mit Auf- oder Abstieg etwas zu tun. Am Ende ging es für die HammStars in die 1. Regionalliga. Damit gibt es für die LippeBaskets ein Derby weniger in der neuen Saison.

Doch danach begann eine lange Saure-Gurken-Zeit für die LippeBaskets. Viele Monate durften sie nicht einmal in die Halle, mussten sich mit Alternativen zum Basketball begnügen. Aber die Werner Basketballer nutzten die Zeit auf eine andere Art und Weise.

Schon früh kümmerten sich die LippeBaskets um die Kaderplanung für die neue Saison. Christoph Henke hat sich für eine weitere Saison als Trainer entschieden, auch die meisten Spieler blieben der Mannschaft erhalten. Dennoch gab es auch zwei Abgänge: Leif Brüggendieck und Nils Rospek verließen die Mannschaften nach vielen Jahren.

Leif Brüggendieck hat die LippeBaskets gemeinsam mit Nils Rospek verlassen. © kerk © kerk

Die Suche nach Neuzugängen blieb vorerst erfolglos. Dafür gab es andere erfreuliche Neuigkeiten. Die LippeBaskets durften endlich zurück in die Halle. Zwar gab es zeitweise nur kontaktloses Training – doch davon ließen sich die Basketballer nicht abbringen.

Als sie dann auch endlich mit Kontakt trainieren durften, fand Christoph Henke eine besondere Möglichkeit, endlich wieder den Wettbewerbsgedanken rauszukitzeln. Die LippeBaskets starteten die Summer League – ein Vorbereitungsturnier mit hochkarätigen Mannschaften aus 2. Regionalliga und Oberliga. Doch auch dieses Turnier wurde von einem Corona-Verdachtsfall beim Gegner eingeschränkt.

Dazu hatten die LippeBaskets noch eine harte Nachricht zu verkraften. Sebastian Voigt, der seit über zwölf Jahren bei den LippeBaskets aktiv ist, musste seine Karriere aus gesundheitlichen Gründen im Sommer beenden. Einen Last Dance wird es für den Werner aber noch geben – wenn es das Coronavirus wieder zulässt.

Doch auch zum Spielbetrieb gab es Neuigkeiten: Nach der Summer League war auch die Hoffnung groß, am 31. Oktober wie geplant in die Saison starten zu können. Doch kurz vorher wurde klar: Einen Saisonstart zum richtigen Zeitpunkt wird es nicht geben. Nach langem Hin und Her steht mittlerweile fest: Die Saison startet frühestens im März für die Werner Basketballer.

Dabei sein werden dann auch zwei neue Kräfte, die die LippeBaskets spät, aber noch rechtzeitig verpflichtet haben. Yvan Noubissi kommt für die erste Mannschaft, Dennis Simeunovic wird erstmal in der Oberliga-Zweiten auflaufen, hat aber Optionen auf die Erste.

Wann es für die LippeBaskets wirklich weitergeht, ist aktuell noch ungewiss. Aber eins wurde klar: Die Werner Basketballer wollen gerne spielen – aber nicht um jeden Preis. Wenn es die Gesundheit noch nicht zulässt, werden sie warten. Bis sie im nächsten Jahr wieder die Ballspielhalle mit Fans füllen und mit ihrem Basketball beweisen können.

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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