Die Fußballwelt trauert: Diego Maradona ist tot. © picture alliance/dpa
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Diego Maradona ist tot: „Spieler wie er wurden früher besonders vergöttert“

Seit Mittwoch ist die Fußballwelt in Trauer. Die argentinische Fußball-Legende Diego Maradona starb mit 60 Jahren an einem Herzinfarkt. Heimische Fußballer erinnern sich.

Live gesehen hat Enes Akyüz, Kapitän von Eintracht Werne, Diego Maradona nie. „Dafür war ich wohl zu jung. Als ich das alles begreifen konnte, hat er schon aufgehört mit Fußball“, sagt Akyüz. Dennoch weiß er: „Maradona war einer der Größten.“

Seit Mittwoch ist Diego Maradona tot. Die argentinische Fußball-Legende starb nur wenige Wochen nach einer Hirn-Operation in seinem Haus in Buenos Aires an einem Herzinfarkt. Der Fußballstar wurde nur 60 Jahre alt.

Fans erinnern sich besonders daran, als er mit Argentinien Weltmeister wurde. Und auch Enes Akyüz hat noch einige Erinnerungen an Maradona. „Was über ihn aufgezeichnet wurde, hat so viele Fußballer beeinflusst“, so Akyüz. „Ich habe zwei Bücher von Fußballern in meinem Leben gelesen. Eins war von Zlatan Ibrahimovic und eins von Diego Maradona.“

Sein Maradona-Buch bekam Akyüz von seinem Onkel geschenkt. „Das war mein 15. oder 16. Geburtstag“, erinnert er sich. „Mein Onkel ist der größte Maradona-Fan. Das, was heute für viele Fußballer Messi und Ronaldo sind, war für ihn früher Maradona.“

Und vielleicht sogar noch ein bisschen mehr. „Wir konnten ja als Kinder nicht im Internet gucken, welche Fußballer gut waren“, erinnert sich Akyüz. „Wenn also ein Spieler herausragte, wurde er früher besonders vergöttert. Das waren besondere Spieler.“

Das machte sich auch auf der Straße bemerkbar. „Wir haben früher so viel auf der Straße Fußball gespielt“, so Akyüz. „Wenn jemand einen geilen Pass gespielt oder ein geiles Tor gemacht hat, dann hat man immer ´Maradona´ gerufen. Ich finde, das sagt schon einiges.“

Ein heimischer Fußballer, der ebenfalls eine besondere Bindung zu Diego Maradona hat, ist Airton vom SV Herbern. Der 22-jährige Brasilianer konnte die Fußball-Legende zwar altersbedingt auch nie live sehen – allerdings ist die Verbindung trotzdem eine besondere.

„In Brasilien ist er eine besondere Figur, gerade wegen der Rivalität zwischen Argentinien und Brasilien“, erklärt Airton. So habe er schon früher oft Videos von Maradona gesehen und seine Spielweise bewundert – auch, wenn er eine andere Position spielte.

„Es ist wirklich sehr traurig, dass er verstorben ist“, erinnert sich der Brasilianer. „Aber Legenden wie er werden immer in Erinnerung bleiben.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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