Der WSC hat einen Spieler weniger im Kader. © Johanna Wiening
Fußball

Ein weiterer Spieler des Werner SC beendet seine Karriere – mit 20 Jahren

Der Werner SC ist eigentlich mit einem breiten Kader in die Saison gestartet. Nachdem Daniel Durkalic nach dem Derby aber seine Karriere beendet hatte, kommt nun überraschend noch ein Abgang hinzu.

Vor der Saison hatte der Werner SC seinen Kader erfolgreich aufgestockt. Sowohl quantitativ als auch qualitativ kann der Fußball-Landesligist in dieser Spielzeit immer mehr überzeugen. Dennoch muss der Verein nun zwei Abgänge in kürzester Zeit verkraften: Nach Daniel Durkalic beendet nun ein zweiter Spieler seine Karriere.

Die Rede ist von Romish Hamidzoda. Der 20-Jährige schloss sich erst im letzten Sommer nach seinem Abschied vom Lüner SV dem Werner SC an, konnte in der Mannschaft aber nie so richtig Fuß fassen. Nun hat er den Verein überraschend wieder verlassen. Und nicht nur das: Er hat sogar seine komplette Fußballlaufbahn beendet.

Romish Hamidzoda beendet seine Fußballlaufbahn. © Nico Ebmeier © Nico Ebmeier

Bei der Frage nach den Gründen für seinen Abschied vom Fußball wird Romish Hamidzoda deutlich. „Ich will auf keinen Fall auf der Bank sitzen. Das habe ich nicht verdient“, berichtet der 20-jährige Flügelflitzer. Beim Werner SC seien es also zu wenige Einsatzzeiten gewesen.

Aber warum beendet der Flügelflitzer dann direkt seine komplette Karriere, anstatt sich einen neuen Verein zu suchen? „Ich hatte gute Angebote aus der Oberliga und der Westfalenliga“, berichtet Romish Hamidzoda. „Aber was bringt es mir, wenn mich da dann schon wieder sowas erwartet? Man muss einfach zu dem stehen, was man sagt – deswegen habe ich jetzt komplett mit dem Fußball aufgehört.“

Auch WSC-Trainer Lars Müller weiß natürlich um Romish Hamidzodas wenige Einsatzzeiten seit dessen Wechsel nach Werne. „Das hätte aber ja nicht so bleiben müssen“, sagt der Coach deutlich. „Dass Romish jetzt aufgehört hat, ging ja nicht von uns aus. Er hat das für sich selbst so entschieden und wir müssen das akzeptieren.“

Die geringen Einsatzzeiten seien für einen so jungen Spieler gar nicht so ungewöhnlich, sagt Lars Müller über die Entwicklung von Romish Hamidzoda. „Ich weiß auch, dass er wenig gespielt hat“, berichtet der Coach. „Aber vielleicht gehört das für seine Entwicklung auch dazu. Es ist ja wirklich selten, dass jemand von null auf hundert direkt Stammspieler wird. Das war für meine Begriffe nicht ungewöhnlich.“

Und auch, wenn Lars Müller es mit Romish Hamidzoda auch in den kommenden Wochen noch weiter versuchen wollte, geht die Entscheidung für den Coach in Ordnung. „Wir respektieren das natürlich“, sagt er. Und wer weiß – vielleicht sieht man Romish Hamidzoda dann ja bald im Lindert als Zuschauer.

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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