Eintracht Werne hatte ein kompliziertes Jahr. © Johanna Wiening
Rückblick auf 2020

Eintracht Werne hat die Ziele bisher nicht erreicht – ist aber auf dem Weg dahin

Es war kein einfaches Jahr für alle Amateurfußballer. Über weite Strecken konnte aufgrund der Corona-Pandemie nicht gespielt werden. Bei Eintracht Werne ist viel passiert - in unterschiedliche Richtungen.

Eigentlich hat das Jahr 2020 für Eintracht Werne ziemlich gut angefangen. In den ersten Wochen standen für den Fußball-A-Ligisten in erster Linie Hallenturniere auf dem Programm – ein Steckenpferd der ohnehin immer stärker werdenden Mannschaft.

So auch in diesem Jahr. Gleich mehrere Hallenturniere absolvierten die Evenkämper – fast immer erreichten sie mindestens das Halbfinale. Der Höhepunkt, das werden die Evenkämper nicht müde zu betonen, war der Potti Cup. Dort spielten sie im Halbfinale gegen den Regionalligisten aus Lippstadt. Bis zehn Sekunden vor Schluss führte die Eintracht – und verlor dann im Neunmeterschießen.

Doch so gerne Eintracht Werne auch die Hallenturniere spielt: Das Hauptaugenmerk liegt natürlich im Dahl auf der Saison. Nachdem die Evenkämper in der Hinrunde einiges Verletzungspech hatten und das Ziel Aufstieg ein wenig in die Ferne gerückt war, wollte die Eintracht wieder angreifen. Das Ziel Bezirksliga fest im Blick.

Doch eine neue Gegebenheit machte den Evenkämpern vorerst einen Strich durch die Rechnung. Immer wieder wurden die Heimspiele aufgrund der Witterungsbedingungen und dem dadurch unbespielbaren Platz abgesagt. Auch auf fremden Plätzen wurde wenig gespielt, sodass die Evenkämper sich immer wieder umsonst auf die Spiele vorbereiteten – bis die Saison vor einer Wetterbesserung abgebrochen wurde.

Zwar konnte die Eintracht damit nicht aufsteigen, aufgrund diverser Verletzungsprobleme war dieses Ziel aber ohnehin ziemlich weit weg. Die Evenkämper hatten zwei Spiele weniger als Spitzenreiter SVE Heessen, allerdings waren 14 Punkte Rückstand schwer aufzuholen.

Dennoch gibt es auch Positives aus der vergangenen Saison zu berichten. Denn die Torjäger der Evenkämper machten ihren Job hervorragend. Mit Serkan Adas, Enes Akyüz und Abdullah Sahin standen gleich drei Spieler der Eintracht ganz oben in der Torschützenliste. Sahin ragte besonders heraus und sicherte seiner Mannschaft ein ums andere Mal den Sieg.

Es folgte eine lange Pause – für alle Amateursportler. Gleich mehrere Monate wurde aufgrund der Pandemie nicht gespielt. Doch Eintracht Werne blieb nicht untätig und verstärkte sich hervorragend. Der wohl stärkste Transfer kam sogar aus der Oberliga. Bereits vor einigen Jahren hatte Damir Kurtovic für Eintracht Werne gespielt. Nach seiner Zeit bei der Hammer SpVg ist er nun zurück und eine wichtige Stütze für die Evenkämper.

Damir Kurtovic ist wohl einer der stärksten Neuzugänge von Eintracht Werne. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Und er, so wie die anderen Neuzugänge, konnten auch beim „Spiel der Spiele“ für Eintracht Werne auflaufen. Denn eigentlich sollte das Kreispokal-Halbfinale, in das sich Eintracht Werne mit Siegen gegen Oberligisten und Landesligisten gesichert hatte, bereits im April stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Partie auf August stattfinden.

Eintracht spielte in voller Kapelle – und wusste zu begeistern. Von Anfang an war die Partie gegen den ambitionierten Landesligisten IG Bönen auf Augenhöhe. Doch im Verlaufe des Spiels wurde es hektisch.

Zuerst einmal war da das einzige Tor. Nach einer Chance der IG Bönen zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Damir Kurtovic hatte den Ball an den Arm bekommen – eine höchst fragwürdige Entscheidung. Dennoch traf Bönen zum entscheidenden 1:0.

Das Kreispokal-Halbfinale war für Eintracht Werne das “Spiel der Spiele”. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Viel hektischer wurde es aber erst danach. Denn in der zweiten Halbzeit sah Serkan Adas Rot – er hatte seinem Gegenspieler ins Gesicht gespuckt. Diese Aktion zog einen langen Prozess und eine halbjährige Sperre nach sich. Nach der Partie gab es dann eine Rudelbildung, in Folge derer auch ein Spieler der IG Bönen Rot sah.

Eine turbulente Partie also für die Evenkämper und das noch vor Saisonstart. Dort startete die Eintracht wie immer ambitioniert – in dieser Spielzeit soll es endlich mit dem Aufstieg klappen. Zwar lief es bislang noch nicht perfekt, doch die Evenkämper hatten gleich zu Beginn der Saison auch die mutmaßlich stärksten Gegner vor der Brust. Nun heißt es abwarten, wie es im neuen Jahr weitergehen kann – aber Eintracht Werne hat keine schlechten Voraussetzungen, um die Saison zumindest ganz weit oben in der Tabelle abzuschließen.

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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