Cem Bozkurt und Eintracht Werne verloren deutlich gegen ASK Ahlen. © Johanna Wiening
Fußball

Eintracht Werne kassiert eine Klatsche: „Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft“

Auf dem Papier sind die ASK Ahlen und Eintracht Werne zwei A-Ligisten. Doch vor dem Test am Sonntag schien die ASK mit seinem ambitionierten Team Favorit zu sein. Am Ende kam alles aber anders.

Zwei A-Ligisten treffen zum Testspiel aufeinander – auf dem Papier ein Spiel auf Augenhöhe. Da die ASK Ahlen aber in diesem Sommer viele hochkarätige Spieler verpflichtet hat, galt die Mannschaft vor dem Test gegen Eintracht Werne am Sonntag als Favorit. Das änderte sich in der Partie aber schnell.

Von Anfang an machten die Evenkämper das Spiel. Wie schon in den vergangenen Wochen hatte der A-Ligist wieder keinen vollen Kader zur Verfügung. Trainer Aykut Kocabas stand, wie schon in den vergangenen Wochen, erneut in der Startelf, weil Stamm-Innenverteidiger Marko Martinovic verletzt nicht spielen konnte.

Ansonsten waren aber einige Stammspieler zurück im Kader. Cem Bozkurt spielte beispielsweise eine starke Partie, ebenso wie die Sommer-Neuzugänge. Die Evenkämper erarbeiteten sich in Halbzeit Eins Torchancen beinahe im Minutentakt, ließen die ASK Ahlen kaum vor das eigene Tor kommen.

Deswegen kam es auch ein bisschen aus dem Nichts, als es auf einmal die Ahlener Mannschaft war, die über die Führung jubelte. Ercan Taymaz überwand in der 19. Minute Eintrachts Keeper Thomas Goeke zum absolut überraschenden 1:0 für die ASK Ahlen.

Davon ließen sich die Evenkämper aber nicht aus der Ruhe bringen und erarbeiteten sich weiterhin ihre eigenen Torchancen. Schon in der ersten Halbzeit hätte die Mannschaft von Aykut Kocabas deutlich in Führung gehen müssen, scheiterte aber zu oft an sich selbst und teilweise den fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichters.

Vier Minuten nach dem Führungstor für Ahlen hatte Eintracht aber die große Chance zum Ausgleich. Samet Sahin wurde im Sechzehner gefoult, der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. Den verwandelte der ohnehin stark spielende Sami Schebab sicher.

Auch danach blieben die Evenkämper die bessere Mannschaft, versäumten es aber auch nach der Halbzeit, die zahlreichen guten Chancen in Tore umzumünzen. Besonders Samet Sahin erwies sich als torgefährlich, traf aber oft nur knapp am Tor vorbei oder in die Arme des Ahlener Schlussmanns.

Je näher die Evenkämper aber dem Schlusspfiff kamen, desto ungenauer wurden sie. Ahlen konnte sich jetzt doch einige Torchancen erarbeiten und traf in den letzten 20 Minuten gleich vier Mal (72., 73., 88., 89.). Eine unnötig hohe Niederlage für die eigentlich stark spielende Eintracht.

Das sah auch Coach Aykut Kocabas so. „Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft“, sagt er. „Aber so ist das im Fußball einfach. Wenn du vorne die Tore nicht machst, bekommst du sie hinten rein und verlierst das Spiel. Uns war aber wichtig, dass alle ihre Einsatzzeiten bekommen und fit werden – das hat geklappt.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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