Eintracht Werne ist die neue (und alte) Heimat von Adis Hasanbegovic. © Jürgen Weitzel
Fußball

Eintracht Wernes neuer A-Jugend-Trainer Hasanbegovic: „Jugendliche ticken einfach anders“

Adis Hasanbegovic kommt als Trainer von TSC Kamen II zur A-Jugend von Eintracht Werne. Für ihn ist es die erste Station als Junioren-Coach, im Gespräch nennt der 36-Jährige entscheidende Unterschiede.

Im Sommer betritt Adis Hasanbegovic ein Stück Neuland. Der 36-Jährige wird verantwortlich sein für die A-Junioren von Eintracht Werne und damit erstmals Trainer einer Jugendmannschaft. Zuvor war er Teil des Trainerteams der zweiten Mannschaft von TSC Kamen, nun übernimmt er den Evenkämper Nachwuchs. Im Gespräch nennt Hasanbegovic die Beweggründe für seinen Wechsel sowie die größten Unterschiede zwischen Junioren- und Seniorenfußball.

Adis Hasanbegovic – hier noch als Spieler von Eintracht Werne.
Adis Hasanbegovic – hier noch als Spieler von Eintracht Werne. © privat © privat

Eintracht Werne ist kein unbekannter Verein für Adis Hasanbegovic, ganz im Gegenteil sogar: Der heute 36-Jährige kickte zu seiner aktiven Zeit jahrelang im Dahl. „Ich habe schon für den VfL Werne gespielt und danach auch noch für Eintracht“, berichtet Hasanbegovic.

Zuletzt war er für ein Jahr im Trainerteam der Zweiten des TSC Kamen, nun geht es zurück. „Es ist ein Abschied im Guten gewesen“, betont Hasanbegovic, „es ist aber so, dass ich einen neuen Weg eingeschlagen bin und der führt mich zurück zu Eintracht Werne“.

Aus dem Seniorenfußball geht es zudem in den Jugendbereich. „Das wird eine ganz neue Erfahrung für mich, aber es macht mir sehr viel Spaß mit jungen Spielern zu arbeiten“, sagt Hasanbegovic, der sich folglich sehr auf die neue Herausforderung freue.

Dass bei den Junioren eine andere Herangehensweise gefordert ist, ist Hasanbegovic bewusst: „Mit Jugendlichen muss man anders umgehen, die ticken ganz anders.“ Sein Fokus liegt vor allem darauf, seine Spieler bestmöglich auf den Schritt in den Senioren-Bereich vorzubereiten: „Man muss den Spielern vermitteln, dass die A-Jugend das Sprungbrett in die erste Mannschaft ist. Da kann und muss sich jeder empfehlen.“

Großer Kader ist Segen und Fluch zugleich

Bei der Eintracht gilt das künftig für über zwanzig A-Jugendliche. Damit hat Hasanbegovic genügend Auswahl – Segen und Fluch zugleich. „Das wird nicht leicht, da alle bei Laune zu behalten und jedem das Gefühl zu vermitteln, dass er wichtig ist“, weiß Hasanbegovic, „aber Fußball ist nun mal ein Konkurrenzsport“.

Und so wird es, vorausgesetzt, dass alle Spieler gesund sind, Woche für Woche eine Handvoll Spieler geben, die keinen Platz im Kader haben. „Am Ende des Tages entscheiden viele Komponenten darüber, wer auf dem Rasen steht und wer nicht“, sagt der neue Trainer: „Dazu zählen Einsatzwille, die Einstellung und die Bereitschaft, zum Beispiel auch im Training immer alles zu geben. Grundsätzlich ist aber jeder Spieler wichtig, vor allem wenn die Saison lang ist.“

Wann es nun in die Saison-Vorbereitung geht, ist noch nicht geklärt. „Da warte ich noch das Grüne Licht vom Verband zum Saisonstart ab“, begründet Hasanbegovic: „Sobald das kommt, planen wir die Vorbereitung genauer.“

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