Eigentlich sollte der Ascheplatz von Eintracht Werne schon längst zum Kunstrasenplatz werden. © Patrick Fleckmann
Fußball

Enttäuschung über Wartesituation im Dahl: „Eigentlich sollten wir dort schon spielen können“

Der Plan war ursprünglich, dass Eintracht Werne und der SV Stockum schon Anfang 2021 auf dem neuen Kunstrasen im Dahl spielen können. Nun rückt der Beginn der Bauarbeiten aber in weite Ferne.

Eigentlich sind die Pläne für die Bauarbeiten im Dahl gut: Die Sanierung sowohl der Umkleidekabinen als auch der Bolz- und Street-Basketball-Anlage und – vor allem – die Umwandlung des Asche- in einen Kunstrasenplatz sind vorgesehen.

So weit, so gut. Die Freude war bei Eintracht Werne und dem SV Stockum groß, als es hieß, dass man möglicherweise schon das letzte Spiel der Saison 2020/2021 auf dem Kunstrasen bestreiten könne. Dieser Zeitplan ist schon lange Geschichte, doch eigentlich war die Hoffnung der Vereine, zumindest Anfang des Jahres mit den Arbeiten beginnen zu können.

SV Stockum und Eintracht Werne müssen weiter warten

Beim Sportausschuss kam nun aber raus: Zunächst einmal wird das nichts. Zwar sind die Anträge alle eingereicht und alles ist vorbereitet. Doch die Stadt Werne wartet nach wie vor auf den Förderbescheid des Landes. Erst wenn die Unterstützung in Höhe von 1,39 Millionen Euro genehmigt ist, können die Bagger starten.

Yassine Najih hofft, dass sobald wie möglich auf dem Kunstrasen gespielt werden kann. © David Döring © David Döring

Für Yassine Najih sind diese enttäuschenden Nachrichten ein weiterer Rückschlag. „Wir sind da wirklich nicht glücklich drüber“, sagt der Geschäftsführer des SV Stockum. „Wenn man diese Prognosen bekommt, freut man sich da ja eigentlich drauf.“

Auch der Grund für das lange Warten ärgert Najih. „Jetzt heißt es, dass man noch auf einen Bescheid wartet, obwohl uns letztes Jahr gesagt wurde, dass eigentlich alles durch ist und man hofft, Ende 2020 mit den Arbeiten beginnen zu können. Das ärgert einen dann natürlich“, sagt er. „Wir hatten gerade in der Corona-Situation, die ja schon blöd ist, endlich mal auf gute Neuigkeiten gehofft. Aber das hat ja leider nicht funktioniert.“

Dennoch will er ruhig bleiben. „Letztendlich haben wir es nicht in der Hand“, sagt Yassine Najih. „Wir müssen es akzeptieren und einfach hoffen, dass es sich vielleicht nicht ganz so lange hinzieht.“

Sascha Hilmer bleibt beim Kunstrasen-Problem insgesamt gelassen. © Archiv © Archiv

In eine ähnlich ruhige Richtung geht auch die Reaktion des Geschäftsführers von Eintracht Werne Sascha Hillmer. „Natürlich ist es nicht schön und wir hatten es uns anders gewünscht. Aber letztendlich können wir da überhaupt nichts machen, das sind gerade einfach blöde Gegebenheiten“, sagt er.

Gerade durch die aktuelle Saisonpause ist Hillmer relativ gelassen. „Im Moment ist die Situation ja ohnehin sehr unklar, alles steht total in den Sternen. Auch was die Saison angeht“, sagt er. „Wichtig ist einfach nur, dass es dann irgendwann weitergeht und dass wir dann ein Licht am Ende des Tunnels sehen. Wir freuen uns natürlich auf den Kunstrasenplatz – aber gerade im Moment ist die Gesundheit einfach wichtiger.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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