Niko Tilkiaridis würde gerne wieder in der Halle trainieren. © Timo Janisch
Basketball

Etwas ganz Alltägliches wird ein Highlight für die LippeBaskets

Über ein Jahr ist mittlerweile das letzte Pflichtspiel der LippeBaskets bereits her. Den Spielern fehlt der Kontakt zum Sport und zu ihren Mitspielern - aber sie haben ein besonderes Highlight.

Es ist hart für die Amateursportler der Region. Seit mittlerweile fünf Monaten dürfen sie ihrem Hobby, ihrer Leidenschaft nicht mehr nachgehen. Und das bereits zum zweiten Mal. Besonders hart hat es wohl die Hallensportler und damit auch die Basketballer getroffen.

Bereits über ein Jahr ist es her, dass die LippeBaskets in einem Pflichtspiel gemeinsam in der Halle standen. Zwischendurch gab es zwar eine kurze Zeit, in der trainiert werden konnte – „aber gefühlt ist Basketball schon wieder ewig her“, sagt auch Niko Tilkiaridis aus der ersten Mannschaft der LippeBaskets.

„Man hat sich jetzt schon wenig gesehen“

Und das stellt auch die eigentlich so eingeschworene Truppe der Werner Basketballer auf die Probe. „Man hat sich jetzt schon wenig gesehen. Also klar, man hat seine Leute, die auch zum engeren Freundeskreis zählen und ich telefoniere auch mit einigen. Aber man kann sich ja nicht mit mehreren treffen, wie man es normalerweise tun würde“, sagt Niko Tilkiaridis.

Deswegen ist auch der Besuch im Supermarkt manchmal ein besonderes Highlight. „Es ist manchmal ganz lustig. Von uns wohnen ja viele in Werne, da trifft man sich auch mal im Supermarkt“, erklärt Tilkiaridis. „Da ist das schon ein echtes Highlight.“

Am meisten trifft der LippeBaskets-Youngster neben seinem Bruder Jorgo auch Louis Barkowski. „Wir suchen uns da dann draußen einen Korb, zum Beispiel am Christophorus Gymnasium. Aber das ist ja nicht das Gleiche wie normalerweise“, so Tilkiaridis.

„Man kann sich ja nicht mit allen treffen“

Ähnlich sieht das auch Marius Westrup aus der zweiten Mannschaft der LippeBaskets. „Ich gehe manchmal mit Cajus (Cramer, Anm. d. Red.) oder mit Stefan (Pavleski) ein paar Körbe werfen. Aber man kann sich ja nicht mit allen treffen“, sagt er.

Marius Westrup glaubt, dass der Zusammenhalt bei den LippeBaskets trotz Corona bleibt.
Marius Westrup glaubt, dass der Zusammenhalt bei den LippeBaskets trotz Corona bleibt. © Isabell Michalski © Isabell Michalski

Deswegen greifen die LippeBaskets auch immer wieder auf Challenges zurück. „Wir versuchen, durch verschiedene Sachen das Teamfeeling aufrecht zu erhalten“, so Westrup. „Diese Challenges sorgen dann ja dafür, dass man sich immer zumindest digital sieht.“

Mit Cajus Cramer hat er auch schon Ideen für neue Aktionen zusammengesucht. „Kautscho (Mannschaftskollege Sebastian Kauch, Anm. d. Red.) hat da mit seinem Online-Training ja schon gut vorgelegt“, so Westrup. „Aber wir haben uns schon überlegt, ob man vielleicht zum Beispiel eine Challenge macht mit den Fahrrädern.“

Was für Marius Westrup aber noch eine große Besonderheit der LippeBaskets ist: „Wir haben so einen guten Zusammenhalt – das habe ich noch aus keinem anderen Verein gehört. Natürlich ist es aktuell schwer und man hört weniger voneinander. Aber das wird an unserem guten Teamfeeling nichts ändern, davon bin ich überzeugt.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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