Jürgen Steffen und Dieter Aschwer tragen natürlich auch die Maske des SV Herbern. © SV Herbern
Fußball

Flagge zeigen mit dem Logo: Fußballvereine aus der Region produzieren eigene Masken

Viele Sportvereine haben sich dazu entschieden, eigene Masken mit passendem Logo anzufertigen. Auch in Werne und Herbern kann man seine Zugehörigkeit zu zwei Fußballvereinen direkt mit der Maske zeigen.

Es gibt sie mittlerweile in allen Ausführungen – in bunt, in schlichtem Grau gehalten, mit Streifen und Punkten darauf und sogar mit einem breiten Grinsen. Die Rede ist von Mund- und Nasenmasken, die durch das Coronavirus nicht aus dem Alltag der Menschen wegzudenken sind – auch nicht in den kommenden Wochen. Bereits einige Sportclubs haben deswegen ganz eigene Masken mit dem Logo des Vereins kreiert.

Auch der Werner SC und der SV Herbern haben sich dafür entschieden. Die Idee ist bei beiden Sportvereinen durch die Tatsache entstanden, dass man den Mund- und Nasenschutz wohl noch längere Zeit in Supermärkten, Geschäften und in der Innenstadt tragen müsse, erklären die Verantwortlichen. „Das bietet sich einfach an. Und man kann gleichzeitig seine Zugehörigkeit zu seinem Verein zeigen“, erklärt Thomas Overmann, Vorsitzender der Fußballabteilung des Werner SC.

Kaum noch Masken vom SV Herbern übrig

Rund 100 bis 150 Masken haben die Klubs jeweils produziert. In Herbern gleich in zwei Varianten – einmal mit großem Logo vorne drauf und mit kleinerem Logo an der Seite. Wichtig war den Verantwortlichen beim SV Herbern vor allem eine nachhaltige Variante, die sich waschen lässt. Zusammengearbeitet haben sie hierbei mit der Textildruckfirma „Rollhouse“ aus Lüdinghausen.

Der Verkauf in Herbern hätte nicht besser laufen können. Denn nur etwa 20 Masken sind übrig geblieben, weiß Jürgen Steffen, Vorsitzender des SV Herbern. Auch Menschen, die kein Vereinsmitglied sind, hatten die Möglichkeit, den Mund- und Nasenschutz zu kaufen. Neben dem Vertrieb über die Vereinstheke hat man die Masken auch an einige Läden in Herbern, mit denen man ein sportliches Verhältnis hat, für den Verlauf verteilt, erklärt Steffen.

Durch die Pandemie umgerüstet

Beim Werner SC sind die Senioren- und vereinzelt auch die Jugendmannschaften mit den vereinseigenen Masken ausgestattet. Wie auch in Herbern, sei die Idee „richtig gut“ angekommen“, weiß Thomas Overmann. Der Verein hat sich Unterstützung von Lars Wilkinghoff geholt, der in Werne eigentlich ein Unternehmen für Eventdienstleistungen führt.

Beim Werner SC gibt es Vereinsmasken mit dem Vereinslogo zu kaufen. © Werner SC © Werner SC

Durch die Corona-Pandemie hat er sich mit dem Vertrieb von Masken ein zweites Standbein aufgebaut. Durch den Kontakt zum Werner SC sei dann die Idee entstanden, auch für den Sportverein zu produzieren. „Das ist mein Heimatverein und deswegen war es auch eine kleine Herzensangelegenheit“, erklärt Wilkinghoff. Die Masken für den WSC werden von der Firma „Van Laack“ produziert und in Werne dann veredelt.

Aktuell ist der Vertrieb der Masken sowohl beim SV Herbern als auch beim WSC aber etwas schwierig. „Es gibt nun mal keine Turniere, keine Weihnachtsfeier und andere Veranstaltungen, wo man sie verkaufen kann“, erklärt Jürgen Steffen. Da durch den Lockdown, der in NRW an diesem Mittwoch (16.12) gestartet ist, auch viele Läden schließen, sei man noch eingeschränkter. Deswegen haben die beiden Sportvereine sich dazu entschlossen, erst einmal keine weiteren Masken zu bestellen. Sobald der Trainingsbetrieb wieder losgeht, wolle man beim WSC aber wieder intensiver an dem Vertrieb arbeiten.

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