Auf die Anlage des SV Herbern wird Fynn Rottmann in Zukunft häufiger kommen. © Jürgen Weitzel
Fußball: Landesliga

Fynn Rottmann wechselt zum SV Herbern: „Ich will den sportlichen Druck etwas rausnehmen“

Ganz kurzfristig hat der SV Herbern auf den Ausfall von Philip Just reagiert und Fynn Rottmann vom FC Gievenbeck verpflichtet. Der kann jetzt zumindest teilweise auf Bus und Bahn verzichten.

Erst vor wenigen Wochen ist der SV Herbern wieder ins Training eingestiegen – wenn auch noch nicht ganz offiziell. Aktuell treffen sich die Spieler nur hobbymäßig zum Kicken – ohne Trainer und auch noch ohne den Fokus auf die neue Saison. Mit dabei war aber Neuzugang Fynn Rottmann.

Ganz kurzfristig hatte der Landesligist Fynn Rottmann doch noch vom Westfalenligisten FC Gievenbeck verpflichtet. Damit reagiert der Verein auf den Ausfall von Philip Just, der dem Verein wegen eines Knorpelschadens in beiden Hüftgelenken auf unbestimmte Zeit fehlen wird.

„Ich denke, mit denen kann man durchaus was erreichen“

Eine spaßige Trainingseinheit hat Rottmann nun bereits mit seiner neuen Mannschaft bestritten. Und der erste Eindruck ist gut. „Ich habe sie ja gerade erst kennengelernt. Aber vom Gefühl her sind das alles gute Jungs“, sagt er. „Ich denke, mit denen kann man durchaus was erreichen.“

Mit dem FC Gievenbeck hätte er das allerdings wohl auch gekonnt – nur in einer Liga höher. Warum also der Wechsel? „Na ja, da gab es mehrere Gründe“, so Rottmann. „Ich muss zum Beispiel sagen, dass der Weg nach Gievenbeck sehr weit war. Manchmal habe ich das auch mit Bus und Bahn gemacht. Nach Herbern ist das für mich als Capeller natürlich deutlich näher.“

Doch das war nicht der einzige Grund. „In Gievenbeck war die Qualität sehr hoch und ich hatte zuletzt auch noch ein bisschen Verletzungspech. Da bin ich weniger zum Zug gekommen und wollte jetzt den sportlichen Druck für mich selbst ein wenig rausnehmen“, so Fynn Rottmann.

Für den SV Herbern soll das aber auf keinen Fall ein Merkmal von fehlender Qualität sein. „Das ist ja schon sein Jahren ein ambitionierter Verein, der guten Fußball spielt“, so der Neuzugang. „Ich freue mich auf meine Zeit dort mit den Jungs.“

Robin Schwick und Luca Dombrowski sind Fynn Rottmann bereits bekannt

Einige Spieler kennt er sogar bereits. „Robin Schwick war auch auf meiner Schule, nur zwei Jahrgänge über mir“, berichtet Rottmann. „Und mit Luca Dombrowski habe ich ein Jahr in Ahlen zusammen gespielt. Einige andere Jungs kenne ich noch vom Sehen.“

Auch Benjamin Siegert, Trainer des SV Herbern, zeigte sich bereits vor einigen Tagen sehr zufrieden über den Transfer. „Mit Fynn waren wir die ganze Zeit über in Kontakt. Er ist auf der linken Seite zuhause, hat viel Drang nach vorne und wir unserem Spiel guttun“, sagt er.

Dennoch wird Fynn Rottmann auch in der Mannschaft auf Konkurrenz um einen Stammplatz stoßen. Ziele hat er sich aber trotzdem gesetzt. „Natürlich wäre das der beste Fall, wenn ich Stammspieler werden würde“, so Rottmann. „Ich bin halt Fußballer, ich will natürlich immer spielen. Aber erstmal werde ich mich in der Mannschaft eingewöhnen.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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