Benjamin Siegert und seine Mannschaft kämpfen aktuell mit großen Problemen. © Johanna Wiening
Derby-Countdown

„Ganz klarer Außenseiter“: SV Herbern und Werner SC bestreiten Derby mit verschiedenen Vorzeichen

Wenn es um die Vorfreude auf das Derby geht, macht die aktuelle Tabellensituation für Werner SC und SV Herbern wohl wenig aus. Andere Vorzeichen haben aber einen großen Einfluss.

Schon die ganze Woche wurde klar: Die Vorfreude auf das Derby zwischen Werner SC und SV Herbern am Freitag um 19.30 Uhr im Lindert ist bei beiden Mannschaften groß. Dass der SV Herbern ganz unten und der Werner SC ganz oben in der Tabelle steht, ist dabei egal – zumindest fast.

„Es geht nicht um den Tabellenstand, der ist für uns erstmal irrelevant“, sagt Benjamin Siegert, Trainer des SV Herbern. „Unser Problem ist eher, dass wir nach wie vor mit Verletzungssorgen zu kämpfen haben.“ Schon in den vergangenen Wochen stand Siegert selbst als Einwechselspieler im Spielbericht, weil ihm viele Spieler verletzungsbedingt fehlen.

Auch beim Derby sieht die Lage nicht gerade berauschend aus – bis zum Donnerstag gab es noch einige Fragezeichen im Kader des SVH. „Philipp Dubicki wird uns, neben den Langzeitverletzten, wohl definitiv fehlen“, gibt Siegert ein Update.

Doch dabei bleibt es nicht. „Wir haben noch einige Wackelkandidaten, bei denen wir kurzfristig schauen müssen, ob sie spielen können“, berichtet Benjamin Siegert. „Immerhin kommen Joe (Breloh, Anm. d. Red.) und Patti (Patrick Sobbe, Anm. d. Red.) vielleicht zurück. Darauf hoffen wir natürlich.“

Der WSC ist indes von Verletzungsproblemen aktuell weitestgehend verschont – nur wenige Spieler fallen aus oder stehen auf der Kippe. „Bei Juppi (Jussef Saado, Anm. d. Red.) wird es knapp, der hat uns ja auch schon in der letzten Woche gefehlt“, berichtet Trainer Lars Müller. „Dazu hatte Deniz Sönmez Dienstag im Training Probleme, da müssen wir mal schauen, ob es geht.“

Lars Müller und der Werner SC sind stark in die Saison gestartet. © Timo Janisch © Timo Janisch

Auch Benjamin Siegert weiß, dass die Voraussetzungen aktuell ungleich sind. „Das ist dann natürlich nicht mehr unbedingt auf Augenhöhe. Man kann schon sagen, dass wir der ganz klare Außenseiter sind“, sagt der Coach. „Aber egal, wen wir dann aufstellen: Die Jungs werden auf dem Spielfeld alles geben und die möglichen Nachteile wettmachen.“

Auch Lars Müller nimmt den SV Herbern ernst – unabhängig von deren aktueller Situation. „Dass die Mannschaft in der Tabelle da unten steht, bedeutet erstmal nichts für uns. Das macht das Derby nicht leichter“, sagt er. „Herbern hatte zu Saisonstart starke Gegner, da kann das mal passieren. Wir werden sie auf jeden Fall nicht auf die leichte Schulter nehmen.“

Im Training lief es in dieser Woche ebenfalls gut beim Werner SC – und das unabhängig vom Derby. „Wir trainieren schon seit einer ganzen Weile sehr gut, was auch sehr viel Spaß macht“, sagt Lars Müller. „Da kann ich mich nicht beschweren.“

Und auch Benjamin Siegert will die Situation nicht komplett schwarz malen. „Wir nehmen das jetzt so an, wie es ist. Keiner wird sich verstecken und die Jungs werden alles auf den Platz werfen. Dann werden wir sehen, wer als Sieger vom Platz geht“, so Siegert.

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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