Bastian Lindken und die Handballer des TV Werne II sind im Sommer in die Kreisliga aufgestiegen. © Gernot Medger
Handball

„Ganz klares Nein“: Markus Steinhaus vom TV Werne II rechnet mit dem Ende der Handball-Saison

Nur ein Spiel konnten die Handballer des TV Werne nach dem Aufstieg in der Kreisliga machen. Ihr Spielertrainer Markus Steinhaus erklärt, warum sie sogar bis zum Herbst pausieren könnten.

Die Freude war groß, als die zweite Mannschaft der Handballer des TV Werne in die Kreisliga aufsteigen durfte. Nur durch mehrere glückliche Zufälle konnte die Mannschaft aufsteigen. Viele Spiele sind in der neuen Liga aber nicht gemacht worden.

Weil die Mannschaften auf den ersten beiden Plätzen nicht aufsteigen konnten, da bereits Teams der Vereine in der kommenden Spielzeit in der Kreisliga spielen sollten, rückte der Tabellendritte nach. Nach dem ersten Spieltag wurde die Saison aber unterbrochen. Ob sie wieder aufgenommen wird, steht in den Sternen.

Eigentlich sollte die Spielzeit am 27./28. Februar weitergehen – mit einer vierwöchigen Vorbereitungszeit. Das wird aufgrund des bis zum 31. Januar verlängerten Lockdowns aber schwierig. Sollte bis zum 13./14. März nicht wieder gespielt werden, wird die Saison annulliert, teilte der Verband Anfang Dezember vergangenen Jahres mit.

Ob Markus Steinhoff, einer der beiden Spielertrainer, enttäuscht ist? „Was heißt Enttäuschung? Es war abzusehen, weil die Zahlen im Oktober gestiegen sind.“ Trotzdem fehle es ihm in der Halle und bei den Spielen zu sein, aber: „Die Gesundheit geht vor. Das sagt der Menschenverstand.“

Die Saison 2021/22 soll im Spätsommer starten

Auf die Frage, ob sie nochmal spielen könnten, antwortet Steinhaus mit einem „ganz klaren Nein“. Er ergänzt: „Ich rechne damit, dass die Handballer länger nicht spielen dürfen, weil es ein Vollkontaktsport ist.“

An einen normalen Spielbetrieb sei nicht zu denken, bis mindestens 60 Prozent der Bürger geimpft seien. Daher hält er den Start der Saison 2021/22 im Spätsommer 2021, falls die aktuelle Spielzeit abgebrochen werde, auch nicht für realistisch. „Ich glaube, dass es erst etwas um die Herbstferien werden kann. Das ist der frühestmögliche Start mit einer Vorbereitung.“

Um die Spieler einigermaßen fitzuhalten, veranstaltete die Mannschaft eine Laufchallenge. In Dreier-Gruppen mussten Kilometer gesammelt werden. Die Belohnung: eine Kiste Bier. Jetzt werde aber erstmal zwei Wochen Pause gemacht, bis es am 13. Januar neue Infos vom Verband zum Umgang mit dieser Saison geben soll.

„Der Kontakt und die Stimmung sind da. Die Finger jucken.“ Trotzdem rechnet Steinhaus mit Abgängen, weil manchen der Handball nach der langen Pause nicht mehr fehle. „Ich glaube, dass das aber nicht viele sind. Auf andere Sportarten können sie ja auch nicht ausweichen.“

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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