Bereits bei einem Wettkampf in Dortmund zeigten die Leichtathleten des TV Werne ihr Können. Nun gilt es auch beim Endkampf der westfälischen Mannschaftskämpfe abzuliefern. © privat
Leichtathletik

Gleich zwei Teams im Endkampf: Athleten des TV Werne kämpfen in sieben Disziplinen um den Sieg

Für die U14-Athleten des TV Werne steht mit der Endrunde der westfälischen Mannschaftskämpfe der Höhepunkt der Saison an. Die Medaillen-Chancen sind für die zwei Teams jedoch ziemlich unterschiedlich.

Das gab es in der Vereinsgeschichte des TV Werne noch nie: Gleich zwei Mannschaften haben sich für die Endrunde der westfälischen Mannschaftskämpfe der U14 bis U18 qualifiziert. Am Wochenende steht damit nun in Arnsberg der Höhepunkt der sehr durchwachsenen „Corona-Saison“ an. Besonders das Werner Mädchenteam hat gute Chancen auf eine Treppchen-Platzierung.

Für die jungen Leichtathleten ist es der höchste Wettkampf, den sie in ihrem Alter erreichen können. Denn eine Deutsche U14-Meisterschaft gibt es hierzulande noch nicht. Trainerin Petra Nagel ist umso begeisterter, dass es dieses Jahr sogar mit beiden Teams und insgesamt 23 Athleten geklappt hat. Das liege unter anderem auch an dem Durchhaltevermögen während der Pandemie. „Keiner hat bei uns aufgehört, sondern einfach in Kleingruppen, soweit es die Regelungen zugelassen haben, weitergemacht“, erklärt die 55-Jährige.

Trainerteam musste bei der Disziplinen-Verteilung puzzeln

Am Wochenende treten die Teams dann in sieben Disziplinen an, mit dabei ist der Hoch- und Weitsprung, 60 Meter Hürden, 75 sowie 800 Meter, Ballwurf und die 4×75 Meter-Staffel. Aus jeder Mannschaft dürfen aber immer nur drei Athleten pro Disziplin an den Start gehen, sodass ein vielseitiger Sportler nicht die ganze Gruppe retten kann. Für das Werner Trainerteam, bestehend aus Petra Nagel, Pia Eggers und Thomas Görz, hieß es also im Vorfeld alles so zurecht puzzeln, dass auch immer die jeweils besten Athleten antreten. „Wir haben das ganz gut abgedeckt und sind für jede Disziplin breit aufgestellt“, erklärt Nagel.

Die Chancen der Jungen- und Mädchenmannschaft gehen im Vorfeld aber etwas auseinander. Als sechste von acht Teams haben sich die Athleten des TV Werne qualifiziert und dabei werde es wohl am Wochenende auch bleiben, schätzt Nagel. Ihre Prognose begründet sie mit der Tatsache, dass viele aus dem neunköpfigen Team noch zu dem jüngeren der zwei Jahrgänge gehören.

Chancen stehen besonders über die 800 Meter ziemlich gut

Bei den Mädchen sieht es hingegen deutlich besser aus. Hier gehören die meisten Leichtathletinnen dem 2008er-Jahrgang an. Hinzu kommt, dass man nach der Qualifikation auf Platz zwei steht. Diesen Rang zu halten oder grundsätzlich auf dem Treppchen zu landen, sei ein großer Erfolg, erklärt Petra Nagel. Den ersten Platz schließt sie im Vorfeld fast schon gänzlich aus. „Der TV Wattenscheid ist eigentlich unerreichbar, außer sie leisten sich einen Patzer.“

Besonders bei den 800 Metern sieht Nagel ihre Athletinnen weit vorne. Mit der Staffel steht man über diese Distanz nämlich nach einem Wettkampf in Dortmund am vergangenen Wochenende in der U14 an der Spitze der deutschen Bestenliste. In der kürzeren 4×75-Meter-Staffel weiß das Mädchenteam ebenfalls zu überzeugen. Dort ist man im Ranking auf Platz vier positioniert.

Aber auch in Sprungdisziplinen sieht Nagel sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen großes Potenzial. Ein bisschen schwächer hingegen fällt der Ballwurf aus. Eine große Unbekannte ist und bleibt auch am Wochenende die Coronapandemie. Denn auch beim TV Werne musste immer mal wieder einzelne Athleten in Quarantäne und fielen damit beim Training aus.

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