Ahmad Kahad ist ein fester Bestandteil der LippeBaskets. © Michalski
Basketball

Griechisch hilft bei der Verständigung: Ahmad Kahad ist seit fünf Jahren bei den LippeBaskets

Mittlerweile ist Ahmad Kahad fester Bestandteil der LippeBaskets-Zweiten. Seit fünf Jahren ist er nun in Werne. Und wenn es mal mit der Verständigung nicht so klappt, hilft die griechische Sprache.

Fünf Jahre ist der gebürtige Syrer Ahmad Kahad bereits in Werne, ebenfalls seit fünf Jahren spielt er Basketball bei den LippeBaskets Werne. Dort fand er schnell den Anschluss und fühlt sich pudelwohl. Auch sein Deutsch ist mittlerweile hervorragend.

„Ich komme gebürtig aus Aleppo und bin vor fünf Jahren nach Deutschland gekommen. Zuerst war ich ein paar Tage in Dortmund und Bochum, dann bin ich nach Werne gekommen“, sagt Ahmad Kahad zu seiner Vorgeschichte. Immer begleitet hat Kahad der Basketball, seit der zweiten Klasse ist er am Ball und das immer sehr erfolgreich.

Er berichtet von seiner Jugend in Griechenland, wo er aufwuchs. Dort spielte er für die Jugend von Panathinaikos Athen. Nach seiner Rückkehr nach Syrien im Jahre 2000 spielte er für die syrische Nationalmannschaft und für den syrischen Erstligisten Al Jalaa Aleppo. Nach dem Kriegsbeginn im Jahre 2011, floh Kahad mit seiner Familie im Jahr 2012 in die Türkei. Als er dann 2015 nach Werne kam, sollte er wieder zum Basketball finden.

Kahad erzählt: „Ich war bei einem Integrationstreff und wurde nach meinen Hobbies gefragt und habe Basketball gesagt. Da wurde ich direkt zu Christoph (Henke) zum Training geschickt.“ Beim Training der LippeBaskets schien es ihm auf Anhieb so gut gefallen zu haben, dass er einige Wochen später direkt sein erstes Spiel bestritt und seitdem nicht mehr aus der zweiten Mannschaft wegzudenken ist.

Dadurch, dass Kahad in Griechenland aufwuchs, sei sein griechisch wie seine zweite Muttersprache. Kahad ist nicht der Einzige in der zweiten Mannschaft, der griechisch spricht. Die Brüder Jorgo und Niko Tilkiaridis konnten ihm bei Sprachbarrieren helfen.

Jan König, der Kahad von Beginn unter seine Fittiche nahm, sagt über seinen Schützling: „Er ist ein ganz feiner Kerl. Er ist seit dem ersten Tag voll dabei. Obwohl Ahmad in Dortmund wohnt, spielt er trotzdem bei uns. Er fühlt sich bei uns sehr wohl und genießt das Vereinsleben.“

Obwohl Kahad berufsbedingt nicht bei jedem Training dabei ist, überzeugt er oft in den Ligaspielen mit seinem sehr guten Distanzwurf. König erklärt: „Manchmal ist es mit dem Training schwierig, weil er ja im Schichtdienst arbeitet. Dann trainiert er auch bei der ersten Mannschaft mit.“

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