Luca Dombrowski hatte im Derby einen schwierigen Gegenspieler. © Johanna Wiening
Fußball

Herberns Luca Dombrowski hatte eine harte Derby-Aufgabe: „Manchmal muss man weghören“

Das Derby zwischen Werner SC und SV Herbern ging bekanntlich mit 1:0 an den WSC. Für Herberns Luca Dombrowski war es das erste „richtige“ Derby - und dann direkt mit einem harten Gegenspieler.

Eigentlich war es das zweite Derby für Luca Dombrowski in der ersten Mannschaft des SV Herbern. Schon beim 1:0-Kreispokalsieg gegen den WSC war er dabei. „Aber das war ja noch ein bisschen was anderes“, sagt der junge Herberner. „Jetzt, vor so vielen Zuschauern und in der Startelf, war das schon nochmal eine andere Nummer.“

In dieser Saison hat sich Dombrowski bei den Herbernern in der ersten Elf festgespielt. Bis dato macht er seine Sache dort sehr gut – auch, wenn er sich immer gegen andere Spielertypen beweisen muss. „Da sind schon sehr unterschiedliche Stürmer dabei“, sagt er im Hinblick auf seine bisherigen Gegenspieler.

Auch am Freitag hatte er es mit einem besonderen Stürmer zu tun – Chris Thannheiser, Kapitän des Werner SC und langjähriger Landesliga-Spieler, war sein Gegenüber. „Das ist natürlich ein starker Spieler, vor dem ich auch Respekt hatte – wie vor jedem Gegenspieler.“

Insgesamt war Luca Dombrowski mit seiner Verteidigung gegen den erfahrenen Stürmer durchaus zufrieden. „Ich denke, ich hatte ihn in den meisten Situationen eigentlich ganz gut unter Kontrolle“, sagt er. „Umso ärgerlicher ist es dann natürlich, dass das Gegentor über ihn gefallen ist.“

Auch die Situation beschreibt Dombrowski nochmal. „Da kam dieser lange Ball und ich bin dann raus, um den zu klären“, so der Verteidiger. „Das hat aber nicht so richtig geklappt und dann stand Thannheiser frei. Das war super ärgerlich.“

Dass Thannheiser aber neben dem Tor durchaus einige Nebenkriegsschauplätze eröffnete und damit zwischenzeitlich einige Wut von Herberner Seite auf sich zog, war Luca Dombrowski herzlich egal. „Wenn jemand sowas versucht, dann muss man einfach weghören“, sagt der junge Fußballer. „Das hat Freitag ganz gut funktioniert.“

Doch obwohl Luca Dombrowski selbst am Freitag eine ordentliche Leistung zeigte – zufrieden ist er mit dem Abend natürlich nicht. „Das war natürlich extrem bitter“, so der Innenverteidiger. „Aber so ist das dann vielleicht manchmal wirklich: Wenn man unten drin steht, will der Ball auch nicht ins Tor.“

Jetzt will er deshalb nach vorne schauen. „Wir gewinnen und verlieren zusammen“, sagt Dombrowski. „Wir müssen jetzt den Mund abputzen und nach vorne schauen. Irgendwann muss der Knoten ja platzen – und das ist dann hoffentlich am nächsten Sonntag so.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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