Jannik Prinz nimmt immer lange Wege auf sich, um für den Werner SC aufzulaufen. © Timo Janisch
Fußball: Landesliga

Jannik Prinz muss nicht mehr zum Werner SC pendeln: „Vermisse die Jungs aber mehr“

Normalerweise nimmt Jannik Prinz eine lange Strecke auf sich, um für den Werner SC in der Landesliga aufzulaufen. Dass er die Fahrerei aktuell nicht hat, ändert aber nichts an seiner Einstellung.

Über 300 Kilometer fährt Jannik Prinz jede Woche, um weiterhin ein Teil des Werner SC zu sein. Der Fußball-Landesliga-Spieler wohnt aufgrund seines aktuellen Jobs in Hamburg, hat sich aber beim Umzug dazu entschieden, dem Werner SC trotz der weiten Strecke die Treue zu halten.

Zwar kann Prinz unter der Woche natürlich nicht bei jedem Training des Landesligisten dabei sein, ist für die Mannschaft aber am Sonntag mindestens als Joker ein wichtiger Bestandteil und trägt oft zu den guten Ergebnissen der Mannschaft bei.

Auf die Fahrerei kann Jannik Prinz aktuell oft verzichten

Aktuell muss Jannik Prinz die weite Fahrtstrecke aber nicht auf sich nehmen – seit sieben Monaten herrscht natürlich auch beim Werner SC aufgrund der Corona-Pandemie Fußballpause. „Ich fahre aber natürlich auch mal so nach Hause“, sagt der Werner und lacht.

Trotzdem ist es für Jannik Prinz aktuell deutlich weniger Fahrerei als in der Saison. Verlockt das den Werner nicht dazu, sich einen Verein in Hamburg zu suchen, um die Fahrerei zu vermeiden? „Das ist ausgeschlossen“, sagt Jannik Prinz und lacht. „Ich vermisse die Jungs da deutlich mehr. Mir fehlt das Training total, das ist ganz klar.“

Zudem sei die Verbindung von Arbeit und Fußball seit dem Beginn der Corona-Pandemie ohnehin einfacher geworden. „Wir haben ja im letzten Sommer schon mal wieder angefangen“, erzählt Prinz. „Und weil ich jetzt mehr im Homeoffice bin, war das dann auch deutlich einfacher.“

Der Kontakt läuft beim Werner SC aktuell oft über Playstation und Facetime

Aktuell sieht der erfahrene Stürmer seine Mitspieler aber auch nur selten. „Ich war letztes Wochenende mal wieder in Werne“, sagt Prinz. „Da habe ich dann versucht, zumindest die zu treffen, mit denen ich engeren Kontakt habe. Aber generell ist das aktuell natürlich nicht so einfach.“

Doch auch wenn Jannik Prinz seine Mannschaftskollegen nicht persönlich trifft – auf anderen Wegen hält das Team des Werner SC Kontakt. „Manchmal spielen wir alle zusammen Playstation, das ist immer lustig“, verrät der Werner. „Oder man sieht sich mal über Facetime, das funktioniert ja auch ganz gut.“

Der Kontakt ist also nach wie vor stark in der Mannschaft. „Ich habe das noch nie in dem Maß erlebt“, sagt Prinz. „Alle verstehen sich richtig gut und haben ein enges Verhältnis. Das hatte ich bisher in keiner anderen Mannschaft – ich glaube, das ist außergewöhnlich.“

Bis sich die Mannschaft wieder auf dem Trainingsplatz sieht, könnte es aber noch ein wenig dauern. So lange bleibt Jannik Prinz wie vielen anderen Fußballern das Joggen. „Da ist die Motivation mal mehr, mal weniger hoch“, gibt er zu. „Wenn man ein Ziel vor Augen hat, fällt es auf jeden Fall deutlich einfacher. Aber es muss auch so gehen, schließlich will man ja fit sein, wenn es wieder losgeht.“

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening
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