Frederic Meinert (r.) macht den LippeBaskets wenig Hoffnung, dass er in der kommenden Saison häufiger für die Werner auflaufen wird. © Michalski
LippeBaskets

Könnten Sie spielerisch auch in der Pro B mithalten, Frederic Meinert?

Der langjährige LippeBaskets-Guard Frederic Meinert (30) tritt seit einem Jahr kürzer. Viele Einsätze kann der selbst ernannte „Add-on-Spieler“ dem Werner Klub auch in der neuen Saison nicht garantieren.

Seit einem Jahr arbeitet der Werner Basketballer Frederic Meinert als Physiotherapeut beim Pro-B-Team VfL AstroStars Bochum. Das wird auch in der neuen Spielzeit so sein, wie er im Gespräch mit dieser Redaktion sagt: „Ich bleibe auf jeden Fall mindestens für eine weitere Saison bei den AstroStars.“

Deshalb ist die Hoffnung auf viele Einsätze im Trikot seines Heimatvereins, den LippeBaskets Werne, auch gering. In der abgelaufenen Saison schaffte Meinert, der sich als „Add-on-Spieler“ (deutsch: Erweiterungsspieler) betrachtet, gerade mal drei Einsätze. „Mehr werden es in der neuen Saison sicherlich nicht werden. Die Saison in der Pro B wird definitiv stattfinden – ob mit oder ohne Zuschauern. Es wird keine langen Pausen geben. Alles ist sehr eng getaktet. Da muss ich dann immer spontan gucken, ob es mit einem Einsatz in Werne klappt“, sagt der 30-Jährige.

Platz vier für die LippeBaskets – eine „Super-Platzierung“

Auf die zurückliegende Spielzeit blickt Meinert gern zurück – auch wenn die Saison der AstroStars in der Pro B wie die der LippeBaskets in der 2. Regionalliga 2 coronabedingt abgebrochen wurde. Die LBW wurden Vierter im vorgezogenen Endtableau. „Auf jeden Fall eine Super-Platzierung“, findet Meinert, „dafür dass die LippeBaskets keine Importspieler haben, war das sehr gut. Wäre die Saison nicht abgebrochen worden, wäre bestimmt auch noch eine bessere Platzierung drin gewesen.“

Bei den AstroStars lief es ebenfalls gut. „Wir haben es im letzten Spiel vor dem Saisonabbruch in die Play-Offs für den Aufstieg in die Pro A geschafft. Leider wurde daraus nichts, weil die Play-Offs nicht mehr ausgespielt wurden. Aber ganz ehrlich: Mir wäre es eh lieber, einen sportlichen Aufstieg zu schaffen, anstatt über den grünen Tisch aufzusteigen“, so Meinert. Einen neuen Angriff will das Bochumer Team in der neuen Saison starten.

„Ich müsste viel mit Auge spielen“

Die Unterschiede zwischen der Pro B und der Regionalliga seien extrem groß, so Meinert. „Man muss schon sagen: Die Dichte an athletischen, schnellen, großen Spielern ist viel höher in der Pro B. Die Mannschaften trainieren jeden Tag mehrfach und die Spieler setzen voll auf den Sport.“

Ob er in dieser Liga noch mithalten könnte? „Das bestimmt“, sagt Meinert selbstsicher, schiebt jedoch gleich hinterher: „Mit 30 Jahren wäre das aber nicht so einfach. Da müsste ich schon viel mit Auge spielen. Und 40 Minuten würde ich bei dem Tempo auf keinen Fall durchhalten.“

Trotz des Abbruchs der Saison – viel zu tun hat Meinert als Physio bei den AtroStars auch in der Corona-Pause weiterhin: „Viele Spieler kommen ins Klinikum und lassen sich von mir behandeln. Da habe ich auch außerhalb des Spielbetriebs noch viel zu tun.“ Die Saison in der Pro B startet für die AstroStars am 16. Oktober. Die Meisterschaft in der Regionalliga fängt für die LippeBaskets Ende Oktober an.

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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