Luis Krampe spielt ungefähr seit er Denken kann für den SV Herbern. © Jürgen Weitzel
Fußball: Landesliga

Luis Krampe „könnte zwei, drei Ligen höher spielen“ – hält dem SV Herbern aber die Treue

Seit fast zwei Jahrzehnten spielt Luis Krampe für den SV Herbern - mittlerweile sogar in der ersten Mannschaft. Nun bekommt er ein großes Lob von einer Vereinslegende.

In den Reihen des SV Herbern gilt er seit Jahren als eins der besten Eigengewächse der vergangenen Jahrzehnte. In der abgebrochenen Saison 2020/21 zeigte er, dass von ihm auch in Zukunft noch einiges zu erwarten sein dürfte.

Stürmer Luis Krampe netzte in vier der sechs Partien des Landesligisten und sorgte gemeinsam mit seinem Sturmpartner Julian Trapp, der ebenfalls vier Tore erzielte, dafür, dass der SVH zu Saisonbeginn zu den drei torgefährlichsten Teams der Liga gehörte.

Björn Christ: „Luis ist einer der komplettesten Fußballer“

Beim 2:1 Heimsieg gegen Borken sorgte Krampe am ersten Spieltag für den wichtigen Ausgleich. Am dritten Spieltag schoss er die Eintracht aus Ahaus im Alleingang vom Feld. Mit seinem Dreierpack beim 4:2 sicherte er die drei Punkte und trug auch mit einigen Vorlagen zu einem erfolgreichen Saisonstart der Blau-Gelben bei.

Luis Krampe konnte zuletzt oft für den SV Herbern jubeln. © Johanna Wiening © Johanna Wiening

„Luis ist einer der komplettesten Fußballer, mit denen ich zusammen gespielt habe. Der Junge könnte noch zwei oder drei Ligen höher spielen, wenn er mal austrainiert wäre“, urteilt Vereinslegende Björn Christ über den 23-Jährigen, der seit mittlerweile fast zwei Jahrzehnten die Fußballschuhe für den SV Herbern schnürt.

„Die Zeit war immer das Problem“, begründet Krampe, warum er es in den vergangenen Jahren oft nur ein Mal in der Woche zum Training schaffte. Neben der Ausbildung zum Industriekaufmann habe er abends Maschinenbau studiert. Dadurch habe er nach Feierabend meistens lernen müssen.

Luis Krampe hat dem SV Herbern immer die Treue gehalten

Dass er seinem Verein, dem SV Herbern, immer die Treue gehalten habe, sei für ihn „selbstverständlich“. „Ich komme hier her, ich kenne den Verein, ich bin hier fußballerisch groß geworden und habe mich in Herbern immer unglaublich wohl gefühlt“, sagt er. Ein Wechsel sei daher für den 23-Jährigen nie infrage gekommen.

Auch wenn es darum ging, in der zweiten Mannschaft auszuhelfen, war der 23-Jährige immer einer derjenigen, die ohne zu zögern eingesprungen sind. Auch das bezeichnet er als „selbstverständlich“.

Dass die Saison 2020/21 annulliert wurde, findet Krampe „schade für die Mannschaft“. Sie hätte die Möglichkeiten gehabt, ganz oben mitzuspielen. „Das Potential war auf jeden Fall da. Die Stimmung im Team war sehr gut und auch von der Bank kam immer richtig viel Schwung“, urteilt er.

Für ihn persönlich sei allerdings „doch gar nicht so schlecht“, dass nun in den kommenden Monaten nicht gespielt werde. Er ist derzeit beruflich noch bis zum Herbst in Bayern und verpasse durch die Annullierung fußballerisch nun nicht so viel.

Wie es danach für ihn weiter geht, kann Krampe derzeit noch nicht abschätzen. „Corona macht alles irgendwie unberechenbar“, sagt er. Grundsätzlich könne er sich aber sehr gut vorstellen, wieder in die Heimat zu kommen und für den SVH wieder anzugreifen. „Dann hoffentlich auch austrainiert“, scherzt der 23-Jährige.

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