Marko Rosic wird eine große Ehre zuteil. © LippeBaskets
Basketball

Marko Rosic darf sich mit den besten Jugend-Basketballern Europas messen

Die meisten 15-Jährigen gehen noch zur Schule, wohnen zuhause bei Mama und Papa. Nicht so allerdings Marko Rosic. Er will Basketballer werden - und wurde für seine Anstrengungen endlich belohnt.

Schon lange strebt Marko Rosic eine große Basketball-Karriere an. Der Sohn des Ex-LippeBaskets-Trainers Ivan Rosic spielte lange in Münster in der JBBL – doch im Sommer 2019 entschied er, dass es noch höher hinausgehen soll. Er wechselte ans andere Ende von Deutschland.

Seitdem spielt er beim Ratiopharm Ulm. Er ist Teil des Jugendprogramms. „Für mich eins der besten in Deutschland“, sagt Marko Rosic stolz. Und weil Ulm logischerweise ein bisschen zu weit weg ist von Werne, um regelmäßig zu pendeln, wohnt der 15-Jährige nun dort im Sportlerheim.

„Das war am Anfang schon komisch. Ich bin es ja nicht gewohnt, so weit von meinen Eltern weg zu sein“, gibt er zu. „Aber die Menschen hier sind super, ich habe mich total schnell eingelebt und dann vermisst man sein Zuhause auch nicht mehr so sehr.“

In Ulm spielt er viel Basketball, in der JBBL mit der U16 und in der NBBL mit der U19. Zum Ende des Jahres aber wurden ihm und den Ulmern eine besondere Ehre zu Teil. Die Mannschaft wurde zur Euro League in Valencia eingeladen – einem von drei Turnieren für die besten Mannschaften in Europa.

Eingeladen wurde die U18 – also eigentlich die Jahrgänge 2003/2004. Marko Rosic ist noch ein Stück jünger als diese Basketballer. Dennoch entschieden die Trainer, ihn nach Valencia mitzunehmen. „Das war für mich eine große Ehre“, so Rosic. „Und es hat mir gezeigt, dass die Trainer und die Verantwortlichen mit mir und meinen Leistungen zufrieden sind.“

Ulm war bereits in den vergangenen Jahren – damals noch ohne Marko Rosic – zu den Euro-League-Turnieren eingeladen worden. „Da lief es aber meistens nicht so gut. Ulm war meistens Letzter oder Vorletzter in der Tabelle“, berichtete der 15-Jährige.

Doch in diesem Jahr war das anders. Zwar verlor Marko Rosic mit seiner Mannschaft gegen den späteren Turniersieger FC Barcelona. „Da haben wir aber in dem Spiel die ganze Zeit geführt und am Ende durch dumme Fehler verloren“, gibt sich der Werner selbstkritisch.

Danach kamen die Ulmer aber immer besser ins Turnier. Am Ende stand Platz drei zu Buche. „Hätten wir das erste Spiel nicht verloren, hätten wir vielleicht sogar gewinnen können. Meiner Meinung nach waren wir eine der besten Mannschaften des Turniers“, so Rosic selbstbewusst.

Und damit haben der 15-Jährige und seine Mannschaft eine Chance gewahrt. Denn in ein paar Monaten findet das Finale der Euro League in Köln statt. Der FC Barcelona ist als Turniersieger in Valencia direkt qualifiziert, dazu die Sieger aus München und Belgrad.

Die Verantwortlichen der Euro League können dazu noch Wild Cards an besonders gute Mannschaften vergeben – und Marko Rosic hat noch Hoffnungen. „Wir waren sehr gut, hätten auch gegen Barcelona gewinnen können. Ich denke, dass wir eine Möglichkeit haben“, sagt er.

Nun ist Marko Rosic für ein paar Tage in Werne. „Ich freue mich, wieder bei meiner Familie sein“, sagt er. „Aber wenn ich wieder in Ulm bin, werde ich mich auf Basketball voll und ganz konzentrieren.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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