Marvin Pourié kommt mit dem FC Kaiserslautern immer besser in den Tritt. © FC Kaiserslautern
Fußball: 3. Liga

Marvin Pourié auf dem Weg nach oben: „Ich kann mehrere Spieler auf mich ziehen“

Seit dem Sommer spielt Marvin Pourié für den FC Kaiserslautern und ist ein Aktivposten in der Mannschaft. Im Interview berichtet er, warum der Start in die Saison nicht einfach war.

Es war kein einfacher Saisonstart für den FC Kaiserslautern. Der Drittligist war mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestartet, fand sich aber schnell im Tabellenkeller wieder. Auch der Werner Fußballprofi Marvin Pourié konnte nur bedingt helfen. Im Interview mit Sportredakteurin Johanna Wiening spricht er über seinen Start beim neuen Verein, die aktuelle Situation und ob ihm die Fans fehlen.

Herr Pourié, die wichtigste Frage zuerst: Wie geht es Ihnen?

Mir gehts gut, danke. Ich bin bisher verschont geblieben und auch in der Familie hatten wir keine Fälle. Alle sind gesund. Ich hoffe, dass es auch weiterhin so bleibt.

Sie sind ja jetzt schon einige Wochen in Kaiserslautern. Wie haben Sie sich eingelebt?

Sehr gut und auch sehr schnell. Ich glaube, dass ich mittlerweile in einem Alter bin, wo ich keine längere Eingewöhnungszeit brauche. Hier habe ich mich schnell eingelebt.

Mittlerweile läuft es ja auch sportlich wieder gut für den FCK. Dennoch hängen Sie mit Ihrer Mannschaft im Tabellenkeller fest. Dabei waren die Ambitionen doch eigentlich auch andere, oder?

Ja, sicher. Wir haben uns das alle sicherlich anders vorgestellt, gerade was die Punkteausbeute betrifft. Aber es ist noch früh in der Saison und aktuell geht es ja in die richtige Richtung.

Mit den Spielen ohne Niederlage zuletzt sind wir auf dem besten Weg. Die Mannschaft hat sich mittlerweile besser gefunden, nachdem wir ja auch einige Tiefpunkte hatten. Es ist ja nach dem zweiten Spieltag nun auch ein neuer Trainer gekommen, der eine neue Philosophie hat. Das braucht nun mal auch seine Zeit, bis die Mannschaft diese verinnerlicht hat und auch so umsetzen kann.

Auch für Sie persönlich läuft es ja gut, Sie stehen regelmäßig in der Startelf. Wie zufrieden sind Sie?

Der Start war ja nicht ganz so einfach. Ich bin verletzt aus der letzten Saison rausgegangen. Deswegen hatte ich dann keine Vorbereitung und bin dann so nach Kaiserslautern gewechselt. Hier gab es dann einige Verletzte, sodass ich direkt ins kalte Wasser geschmissen wurde. Ich musste eine Vorbereitung in maximal einem Monat nachholen.

Aber insgesamt läuft es jetzt gut. Ich habe fünf Tore geschossen, spiele regelmäßig. Das ist insgesamt eine gute Bilanz. Zuletzt hatte ich ein kleines konditionelles Tief, das war aber auch zu erwarten, aber ich denke da bin ich jetzt raus.


Man muss ja sagen, mittlerweile kennt man mich in der Liga. Andere Mannschaften wissen, dass ich ein Aktivposten bin. Sie doppeln mich oder gehen manchmal sogar mit drei Spielern drauf. Aber das macht mir nichts aus, wenn ich so viele Spieler auf mich ziehen kann, weil ich dadurch für die anderen den Weg frei machen kann.

Sie haben es angesprochen: Fünf Tore haben Sie erzielt. Das ist kein schlechter Wert, aber auch nicht herausragend. Sehen Sie Ihre Rolle vielleicht nicht nur als Torgarant?


Ich muss ehrlich zugeben: Die fehlen mir schon brutal. Gerade in so einem traditionellen Stadion und mit diesen Fans, da tut es mir doppelt weh. Ich glaube auch, dass wir besser spielen würden, wenn wir unsere Fans im Rücken hätten.

Durch das Coronavirus ist die Saison eine andere. Sie spielen mit Kaiserslautern in einem traditionsreichen Stadion. Wie sehr fehlen Ihnen da die Fans?

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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