Chris Thannheiser hat sogar noch ein Überbleibsel von einem Derby. © Jura Weitzel
Derby-Countdown

Michael Schulte und Chris Thannheiser erinnern sich zurück: „Das war ein besonderer Moment“

Michael Schulte und Chris Thannheiser waren beide auch beim ersten Derby nach dem Werner Landesliga-Aufstieg dabei. Sie haben viele Erinnerungen an die letzten Duelle - und freuen sich auf das nächste.

Ziemlich lange gab es kein Derby zwischen dem Werner SC und dem SV Herbern – die Herberner spielten fast durchgängig in der Landesliga, der WSC musste sich dorthin erst hocharbeiten. Nach dem Aufstieg 2017 ging es bei den Duellen der Mannschaften immer hart zur Sache.

Chris Thannheiser, Kapitän des Werner SC, war schon beim ersten Derby dabei – und hat daran auch eine besondere Erinnerung. „Das war sowieso ein geiles Spiel mit Flutlicht und besonderer Stimmung“, schaut er zurück „Alle hatten richtig Bock und das hat man gemerkt.“

Auch im Spiel wurde es spannend. „Herbern lag mit 2:1 vorne, dann haben wir den Ausgleich gemacht. Ich habe, glaube ich, sogar die Vorlage gegeben“, erinnert sich Thannheiser. „Dann sind wir zu den Fans und zur Ersatzbank gerannt und ich bin da drauf geklettert. Davon hab ich heute noch eine Narbe an der Hand, eine besondere Erinnerung.“

Michael Schulte erinnert sich gerne an die Derbys.
Michael Schulte erinnert sich gerne an die Derbys. © Jürgen Weitzel © Jürgen Weitzel

Auch Michael Schulte, Co-Kapitän des SV Herbern, schaut auf dieses Spiel gerne zurück. Er hat aber persönlich eine andere, besondere Erinnerung – und die ist noch gar nicht so lange her.

„Ich war ja lange verletzt, erst wegen des Muskelabrisses, dann wegen des Wadenbeinbruchs“, erinnert sich Schulte. „Dann bin ich zurückgekommen und stand im Kreispokal-Derby direkt wieder in der Startelf. Das ist eine besondere Erinnerung. Aber auch generell war das ein geiles Spiel, mit dem knappen Sieg unter Flutlicht.“

Nun stehen die Zeichen aber anders: Der WSC steht nach sechs Spieltagen oben, der SVH unten in der Tabelle. „Da müssen wir aber die Kirche im Dorf lassen“, sagt Michael Schulte. „Natürlich muss langsam mal ein Erfolgserlebnis her, aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg.“

Auch Chris Thannheiser will den SVH nicht unterschätzen. „Wir kennen die Mannschaft ja schon ewig“, sagt er. „Vor den Derbys werden die Karten neu gemischt. Wir müssen nicht denken, dass wir hier der klare Favorit sind und die einfach wegfegen.“

Chris Thannheiser selbst hat nach seinem Achillessehnen-Anriss erst am vergangenen Sonntag wieder Spielpraxis bekommen. „Ich fühle mich insgesamt gut“, sagt der Werner. „Der Mannschaft kann ich sicherlich weiterhelfen. Wenn der Trainer mich aufstellt, werde ich auf jeden Fall 100 Prozent geben und top motiviert sein. Wir wollen schließlich gewinnen.“

Das will auch der SV Herbern. „Wir müssen mal schauen, wie es mit den Verletzten aussieht“, sagt Schulte. „Aber wir haben die Qualität in der Mannschaft, das Spiel gewinnen zu können – davon bin ich überzeugt.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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