Auf dem Fußballplatz wird man Niklas Link (r.) nicht mehr finden. Aber er hat inzwischen etwas anderes gefunden, um sich fit zu halten. © Schürmann (A)
Fitness

Nach der Fußballkarriere will Niklas Link andere zum Fitnesstraining motivieren

Mit gerade mal 25 Jahren musste Niklas Link seine Fußballkarriere beenden. Doch sich nun auszuruhen, kommt für den Verteidiger des Werner SC nicht infrage. Er geht einer neuen Leidenschaft nach.

Die Fitnessstudios haben in den letzten Jahren einen Boom erlebt. Mehr und mehr Sportler nutzen die Angebote, um an ihrer Kraft und Ausdauer zu arbeiten. Entweder neben dem eigentlichen Sport oder hauptsächlich. Einer von ihnen ist Niklas Link. Und er will andere mit seinen Fortschritten motivieren.

Rund 11,7 Millionen Menschen waren 2019 laut einer Erhebung von Statista Mitglieder eines Fitnessstudios. Die Industrie boomt deutschlandweit. Neben der Gesundheit geht es oftmals auch um die Ästhetik.

So geht es auch Niklas Link. Bis September 2020 war der 26-Jährige vor allem Verteidiger beim Werner SC, zählte dort zu den wichtigsten Rückhalten des Landesligisten. Um dorthin zu kommen, hat er schon früh angefangen, ins Fitnessstudio zu gehen: „Ich habe schon mit 15 oder 16 Physiotherapie bekommen und war deswegen im Fitnessstudio.“

Ab da sei er zwei bis drei Mal dorthin, um neben dem Fußball die Muskulatur zu stärken. Zum einen um Verletzungen vorzubeugen. Zum anderen aber natürlich auch, um Kraft generell aufzubauen: „Ich wollte etwas breiter und etwas spritziger werden. Man darf nur nicht zu breit werden, dann verliert man an Schnelligkeit.“

Im September war dann Schluss mit Fußball für Link. Eine Knieverletzung läutete sein Karriereende ein. Seitdem fokussiert er sich auf die Arbeit im Fitnessstudio. „Seitdem lege ich jetzt ganz viel Wert darauf“, sagt er über sein Training. Vor dem Lockdown sei er vier bis fünf Mal ins Fitnessstudio gegangen. Seit Sonntag darf er nun wieder in die Räume.

Wenige Wiederholungen, lange Pausen

Jetzt arbeitet er erstmal mit einem Standard-Trainingsplan. Darauf stehen unter anderem so Übungen wie Kreuzheben, Bankdrücken oder Kniebeugen. Letzteres klappt dort auch trotz seiner Verletzung: „Das ist das Gute bei Kniebeugen – es ist alles kontrolliert. Ich kann kontrollieren, dass die Belastung nicht direkt auf das Knie geht und ich maximal in einen 90 Grad Winkel gehe.“ Dadurch würde das Knie auch wieder Stabilität bekommen.

Langfristige Ziele hat Link sich auch gesetzt. So möchte er unter anderem 100 Kilo Kreuzheben und 15 Klimmzüge am Stück schaffen. Durch den Lockdown ist er dabei in den Rückstand geraten. Daher fängt er erstmal wieder langsam an. Um Kraft aufzubauen, macht er lediglich sechs bis acht Wiederholungen und dann lange Pausen zwischen den Sätzen zur Regeneration.

Die Kraftarbeit hat für Niklas Link den Vorteil, dass sie schnell Resultate zeigt. „Ich habe viel Spaß daran, meine Fortschritte zu tracken. Es geht ja auch ein bisschen um Ästhetik und ich bekomme dadurch Selbstbewusstsein“, erklärt der 26-Jährige. Seine Erfolge präsentiert er auf seinem Instagram-Profil. Damit möchte er auch andere dazu motivieren, ins Fitnessstudio zu gehen.

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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