Die Leichtathleten des TV Werne probierten sich dieses Jahr an der neuen Disziplin Stabhochsprung. © TV Werne
Leichtathletik

Neue Disziplinen und besondere Challenges: TV Werne wurde dieses Jahr kreativ

Dieses Jahr war für die Leichtathleten des TV Werne nicht wirklich viel los. Trotz der wenigen Wettkämpfe und dem Training unter speziellen Gegebenheiten haben sich die Trainer einiges überlegt.

Knapp zehn Wochen so richtig Saison, mehr war dieses Jahr durch die Corona-Pandemie und die vielen Einschränkungen, auch in der Sportwelt, einfach nicht möglich für die Leichtathleten des TV Werne. Das letzte Training in den jeweiligen Gruppen stand bereits vor anderthalb Monaten an, der letzte Wettkampf ist für die Athleten noch länger her. Auch wenn es so einige Tiefen in der Sommer- und Wintersaison gab, blickt Trainerin Petra Nagel auf einige sportliche Highlights beim TV Werne.

Da wären beispielsweise die neuen Disziplinen wie Speerwurf und Kugelstoßen, die die Leichtathleten ausprobieren konnten. So habe man versucht die Kinder an andere Sachen heranzuführen. Und das mit Erfolg. Auch der Stabhochsprung stand im Fokus. „Wir haben uns sogar die Leichtathletikhalle in Kaiserau angemietet, denn in Werne gibt es keine entsprechende Matte“, erzählt Nagel. Einmal im Monat sei man dort hingefahren, um zu trainieren. Die 15-köpfige Gruppe hatte in diesem Zusammenhang noch ein großen Erfolg zu verbuchen. Denn bei einem Foto-Wettbewerb von „goldgas“ Münster hat das Team den ersten Platz belegt und eine Ausrüstung mit Socken, Trainingsanzügen und Taschen gewonnen.

Spezielle Kreismeisterschaft mit großem Erfolg

Grundsätzlich hat man sich in Sachen Training mit selbstgeschriebenen Pläne über Wasser gehalten. Mal waren Ausdauereinheiten, in anderen Wochen Schnelligkeitsübungen angesagt. Viele der Leichtathleten des TV Werne haben dieses Angebot auch in Anspruch genommen und waren trotz der besonderen Situation und den Einschränkungen motiviert, ihren Sport weiterhin auszuführen. Und Feedback gab es an Petra Nagel auch zurück, besonders wenn ein Trainingsplan mal zu anstrengend war.

Viele Wettkämpfe standen für die Werner Leichtathleten aber nicht an. Die virtuelle Kreismeisterschaft, die vom FLVW und vom Kreis Unna ins Leben gerufen wurde, war am Ende der Freiluftsaison deswegen eine gute Abwechslungen für die Sportler. 14 Tage hatte man Zeit für das Training, danach wurden bestimmte Leistungen wie etwa Ballwurf und Zonenweitsprung abgenommen und beim Kreis eingereicht. Der TV Werne schnitt dabei mit 13 ersten Plätzen ziemlich erfolgreich ab.

Virtuelles Training ist geplant

Um auch innerhalb des Vereins den Wettkampfgeist zu fördern, haben sich die Verantwortlichen in diesem Jahr an Challenges versucht. „Wir haben beispielsweise eine Aufgabe für die Kinder konzipiert, bei der sie in der Liegestütz-Position eine Flasche von links nach rechts geben mussten“, erklärt Trainerin Nagel. Die ersten Kinder fingen mit 20 Wiederholung an, die nächsten schicken dann ein Video mit 30 Wiederholung in eine WhatsApp-Gruppe. Bei 120 Wiederholungen hat Petra Nagel die Challenge dann gestoppt.

Neben solchen besonderen sportlichen Highlights, hatte man beim TV Werne gleichzeitig die Sorge, dass Kinder und Jugendliche dem Verein den Rücken kehren. „Das war eine große Befürchtung vor dem ersten Lockdown. Doch am Ende sind fast alle geblieben“, berichtet Petra Nagel. Die aktuelle Lage stellt die Verantwortlichen beim TV Werner nun wieder vor neue Herausforderungen. Man baue deswegen online gerade etwas auf. Verschiedene Trainer sollen bald in einer Videokonferenz ein Thema wie etwa „Bauch-Beine-Po“ mit den Kindern als Trainingseinheit umsetzen.

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