Philipp Sandhowe wechselte vom FC Nordkirchen zum SV Herbern. © Jura Weitzel
Fußball: Landesliga

Philipp Sandhowe zur neuen Torwartsituation beim SV Herbern: „Ich habe riesigen Respekt“

Als Philipp Sandhowe beim SV Herbern zugesagt hatte, gab es für die Position im Tor noch drei Konkurrenten. Nun ist es nur noch einer. Der Ex-Nordkirchener ist darüber aber nicht froh - im Gegenteil.

Im Januar wurde bereits bekannt, dass Philipp Sandhowe mit drei seiner Mannschaftskollegen von Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen zu Landesligist SV Herbern wechselt. Damit gab er seinen Stammplatz gegen einen Konkurrenzkampf mit drei weiteren Keepern auf. Mittlerweile ist es aber nur noch ein Konkurrent.

Schon seit einigen Monaten ist klar, dass Jens Haarseim den gegensätzlichen Weg zu Sandhowe geht und vom SV Herbern zum FC Nordkirchen wechselt. Doch damit nicht genug: Erst vor wenigen Tagen wurde öffentlich, dass die ursprüngliche Nummer eins Sven Freitag verletzungsbedingt ihre Karriere beenden muss.

Leo Fenker und Philipp Sandhowe sind die Konkurrenten um den Platz im Tor

Heißt: Philipp Sandhowe hat statt drei nun nur noch einen Konkurrenten um den Stammplatz im Herberner Tor. Leo Fenker hatten die Herberner beim Davertpokal 2020 spontan zurück ins Team geholt – und er blieb. In den Spielen, die trotz diverser Lockdowns möglich waren, mauserte er sich zur Nummer eins des Landesligisten.

Dass er jetzt nur noch einen Konkurrenten hat, findet Philipp Sandhowe eher schade als gut. „Ich habe Sven ja nie selbst kennengelernt, aber immer von der Mannschaft gehört, dass er ein guter Typ ist“, so Sandhowe. „Ich hätte gerne mit ihm trainiert.“

Auch über die Art von Freitags Karriereende ist der Ex-Nordkirchener – selbstredend – nicht gerade glücklich. „Ich finde es immer traurig, wenn jemand aufgrund von Verletzungen aufhören muss“, sagt Philipp Sandhowe. „Aber ich habe auch riesigen Respekt, dass sich jemand das so eingesteht. Dieser Schritt ist sicherlich nicht leicht.“

„Am Ende muss man ja eh seine Leistung bringen“

Ein gutes Gefühl darüber, dass er sich jetzt nur noch gegen einen Konkurrenten im Tor durchsetzen muss, hat Philipp Sandhowe nicht. „Am Ende muss man ja eh seine Leistung bringen – egal, wie viele Konkurrenten man hat“, sagt er. „Deswegen macht das für mich keinen Unterschied.“

Mit Leo Fenker hat er nun bereits einige gemeinsame Trainingseinheiten hinter sich. Wer von beiden die Nase vorn hat, sei schwer zu sagen, so Sandhowe: „Ich denke, keiner von uns hat einen Vorteil. Die Chancen stehen 50:50. Aber es ist für uns ein umso besseres Zeichen, wenn dem Trainer die Entscheidung möglichst schwerfällt.“

Doch egal wie die Entscheidung ausfällt: Bereuen wird Sandhowe seinen Wechsel nach Herbern auch bei einem vorläufigen Bankplatz nicht. „Ich denke, Leo und ich sind da ähnlich gestrickt“, sagt er. „Wenn es der jeweils andere sein würde, der den Stammplatz bekommt, würden wir es dem genauso gönnen.“

Zudem fühlt sich Sandhowe in der Mannschaft schon jetzt sehr wohl. „Das Training macht richtig Spaß“, sagt er. „Ich hatte vorher von außen den Eindruck, dass der SV Herbern eine große Familie ist. Für mich hat sich das definitiv bestätigt.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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