Ein Dortmunder Top-Amateurfußballer hat sich vor drei Monaten schwerer verletzt. Fit ist er noch lange nicht. © Helga Felgenträger
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Platz 3: Beim Werner SC hat sich ein Spieler mit dem Coronavirus infiziert

Das Sportjahr 2020 war kurz - aber dennoch nicht weniger turbulent. Wir erinnern an einige Ereignisse mit den zehn erfolgreichsten Artikeln. Auf Platz drei geht es um Corona beim Werner SC.

Nachdem sich in der vergangenen Woche beim SV Herbern ein Gastspieler mit dem Coronavirus infiziert hat, ist nun auch der Werner SC betroffen. Der Verein hat sofort reagiert. Wie Jugendvorstand Ralf Cramer bestätigte, hatte sich ein A-Jugendlicher infiziert.

Zuerst war es ein Arbeitskollege des betroffenen Spielers, der Symptome zeigte und daraufhin positiv getestet wurde, berichtet Ralf Cramer: „Da hatte unser Spieler keine Symptome, aber es wurden natürlich alle bei seiner Arbeitsstelle getestet. Und dann war eben auch der Spieler positiv.“

Für die Mannschaft bedeutet das: Alle 18 Spieler sowie die Trainer, die am vergangenen Mittwoch beim Training waren, stehen nun unter Quarantäne. Symptome zeigt aktuell noch keiner von ihnen, die ersten Tests sollen Anfang der kommenden Woche stattfinden.

„Ich denke, dass das uns alle nochmal so richtig wach rüttelt, wenn man das jetzt so hautnah mitbekommt“, erklärt Ralf Cramer die Situation. „Da merkt man erstmal: Das steht nicht nur in der Zeitung, das ist wirklich real. Und es sind eben nicht immer die anderen, die krank werden.“

Nach der Infizierung des A-Jugendlichen wurde natürlich nicht nur dessen Mannschaft informiert. „Wir haben allen Jugendtrainern Bescheid gesagt und die dann auch ihren Mannschaften“, berichtet der Jugendvorsitzende. „Auch die Senioren wurden natürlich über alles informiert.“

Eine Infizierung in einer der anderen Mannschaften ist allerdings wohl nahezu ausgeschlossen. Denn Ralf Cramer erklärt: „Wir hatten bis zum Wochenende unsere Umkleiden, in denen die Jungs ja miteinander in Kontakt kommen könnten, noch gar nicht geöffnet. Das ist jetzt natürlich Glück für uns, dass wir da noch diese Maßnahmen hatten.“

Dennoch hat der Jugendvorsitzende seinen Trainern noch einmal verdeutlicht: „Wir haben natürlich keine Pflicht, hier wieder auf dem Rasen zu stehen. Es ist alles absolut freiwillig, sowohl für Spieler als auch für Trainer. Das ist uns sehr wichtig.“

Wie es nun mit den A-Jugendlichen weitergeht, bleibt wohl abzuwarten. „Wir müssen sehen, was die Tests von den Jungs jetzt ergeben. So lange bleibt die Mannschaft natürlich erstmal in Quarantäne. Dann werden wir weitersehen“, so Cramer zu dem Plan der kommenden Wochen beim Werner SC. Für den Trainingsstart der ersten Mannschaft hat das wohl keine Konsequenzen.

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 2. August 2020 veröffentlicht.

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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