Dominick Lünemann ist froh, dass es kein Corona beim SV Herbern gab - mit Ausnahme eines Gastspielers. © Johanna Wiening
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Platz 8: Nach Corona-Fall beim SV Herbern haben nun alle Spieler ihre Test-Ergebnisse

Das Sportjahr 2020 war kurz - aber dennoch nicht weniger turbulent. Wir erinnern an einige Ereignisse mit den zehn erfolgreichsten Artikeln. Auf Platz acht geht es um einen Corona-Fall beim SV Herbern.

Der positive Corona-Test eines Gastspielers hat vergangene Woche für ganz schön viel Unruhe gesorgt. Die gesamte erste Mannschaft samt Betreuern musste sich am Wochenende testen lassen. Nun liegen die Ergebnisse des Tests vor.

„Aktuell sind alle negativ“, erklärte Trainer Benjamin Siegert am Montag.

Vorbildlich hätten sich alle Spieler und Betreuer am Samstag testen lassen – bis auf Siegert selber. „Ich war im Urlaub in Spanien und hab mich vorsichtshalber schon am Donnerstagmorgen testen lassen“, sagte er. Somit wusste er schon Freitag, dass er sich nicht mit dem Virus infiziert hatte.

Von den Spielern wussten am Sonntag schon rund 70 Prozent über ihre negativen Testergebnisse Bescheid. Am Montag kamen dann die restlichen Meldungen. Lediglich die Erlaubnis vom Gesundheitsamt Coesfeld – welches zuständig für Ascheberg ist – fehlte am Morgen dann noch, dass alle Getesteten sich nicht doch für 14 Tage in Quarantäne begeben müssen. Das „Go“ zum Trainieren und Spielen kam dann aber am Nachmittag.

Gastspieler wechselt nicht nach Herbern

„Das wäre ein herber Rückschlag gewesen“, so der Herberner Trainer, wenn seine Mannschaft zwei Wochen Vorbereitung nicht hätten leisten können, „aber die Gesundheit ist das oberste Gut“.

Für den positiv getesteten Gastspieler endet das Kapitel SV Herbern bereits nach der ersten Trainingswoche – allerdings nicht, weil er die gesamte erste Mannschaft für ein Wochenende ausgeschaltet hatte, versichert Benjamin Siegert: „Das kann jedem passieren, ich mach ihm da keinen Vorwurf.“ Letztendlich hätte es sportlich von beiden Seiten nicht gepasst.

Bei Spielern und Verein ist die Erleichterung groß. „Die Stimmung in der WhatsApp-Gruppe ist ganz in Ordnung“, sagt Spieler Dominick Lünemann. Auch er betont nochmal, dass man dem Gastspieler keinen Vorwurf mache: „Er hat ja direkt alles in die Wege geleitet und kann da gar nichts für.“

Lünemann wusste bereits am Sonntag Bescheid. „Ich hab da eigentlich auch mit gerechnet, weil der Kontakt zu dem Spieler nicht wirklich da war. Aber man weiß ja nie“, so Lünemann weiter. Er findet auch Lob für seine Mannschaft: „Es war schön zu sehen, wie schnell alles geklappt hat und wie vorbildlich alle mit der Situation umgegangen sind.“

„Muss das nicht nochmal haben“

Und er kann dem gezwungenermaßen ruhigen Wochenende sogar etwas Positives abgewinnen: „Ich bin so viel beruflich und jetzt mit Fußball wieder unterwegs, da ist es auch mal ganz schön, ein Wochenende zuhause zu sein.“ Auch wenn er dann noch hinterher schiebt: „Nochmal muss ich diesen Test nicht unbedingt haben.“

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 27. Juli 2020 veröffentlicht.

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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