Für seine sportliche Leistung wurde der Reiter Oliver Schaal nun von der Stadt Werne ausgezeichnet. © Thomas Schulzke
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Seit 45 Jahre im Sattel: Werner Reiter bekommt die Sportplakette der Stadt

Die Stadt Werne hat wieder ihre Sportplaketten verteilt, die Sportlern in der Region zukommen, die eine besondere Leistung im vergangenen Jahr erbracht haben. Auch ein Werner Reiter darf sich freuen.

Schon mit zehn Jahren saß Oliver Schaal auf dem Hof seines Vaters im Pferdesattel. Damals stand aber erst einmal nur Schritt auf dem Programm. Im Laufe der vergangenen 45 Jahre hat sich der Werner Reiter stetig weiterentwickelt und ist heute auf das Springreiten fokussiert. 2020 sicherte er sich sogar durch den Erfolg in seiner Disziplin den ersten Platz mit dem Team Westfalen bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände in Braunschweig. Nun gibt es noch eine weitere Belohnung für den 55-Jährigen.

Denn von der Stadt Werne hat er nun die Sportplakette bekommen – eine Ehrung, die Sportlern aus der Region zukommt, die „hervorragende Leistungen“ erbracht haben. In den Händen hält Schaal die Plakette aber noch nicht, lediglich einen Anruf gab es, der ihm die freudige Nachricht überbrachte. Die Freude war trotzdem groß, denn Schaal hatte mit dieser Auszeichnung überhaupt nicht gerechnet. „Ich bin ja schon etwas länger weg aus Werne und habe nicht mehr den engen Kontakt“, erklärt er.

Nicht die erste Sportplakette für Oliver Schaal

Es gebe zudem viele gute Sportler und Reiter in Werne, da freue es ihn umso mehr, in der Masse herausgestochen zu haben. Deswegen bekomme die Plakette auch einen ganz besonderen Platz bei ihm zu Hause. Vorgeschlagen hatte ihn Ralf Kosanetzki, Geschäftsführer des Reitvereins St. Georg, in dem Schaal immer noch Mitglied ist. Es ist aber nicht das erste Mal, dass der 55-Jährige eine Sportplakette der Stadt Werne erhält. Bereits 2012 für seinen Mannschaftssieg bei der Deutschen Meisterschaft für Länderteams und 2014 für seinen ersten Platz bei der Westfalenmeisterschaft der Springreiter bekam Schaal die besondere Ehrung überreicht.

1992 fand der Sportler seinen Weg nach Werne auf den Hof Gripshöver und war dort bis vor vier Jahren als Chefbereiter tätig. Im Moment arbeitet er als Trainer auf dem südlich von Stuttgart gelegenen Landesgestüt Marbach und ist zusätzlich noch selbstständig tätig. Seinem Verein, dem St. Georg Werne, ist er aber weiterhin treu geblieben – ein Wechsel kam für den Reiter nie in Frage. „Ich bin schon so lange da, das ist ein Stück weit Heimat“, erklärt er. Hinzu komme, dass man in dem Verein viele gute Turniere bestreiten könne.

Die vergangenen Jahre hat sich Schaal sportlich gesehen hauptsächlich auf das Springreiten konzentriert. Doch in seiner Ausbildung ist er auch Dressur geritten und war zudem in einem Dressurstall tätig. Springen bleibe aber sein Metier, erklärt er. Seine zahlreichen guten Leistungen der vergangenen Jahre zeigen seinen Erfolg deutlich. Wann er seine Sportlerplakette nun in den Händen hält, weiß Schaal noch nicht. In den kommenden Wochen soll es aber eine coronakonforme Ehrung geben.

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