David Mangold und der SV Herbern überzeugten vor allem mit ihrer Moral. © Johanna Wiening
Fußball

Sieg des Willens: SV Herbern II schlägt Topfavoriten – und ist Tabellenführer

Der SV Herbern dreht gegen einen Topfavoriten auf den Aufstieg das Spiel. Damit bleibt der SVH auch nach vier Spielen ungeschlagen - und wird vom Jäger zum Gejagten an der Tabellenspitze.

Von 0:2 auf 3:2: Kurz vor Schluss hat der SV Herbern II das Spiel gegen den Aufstiegsfavoriten Warendorfer SU das Spiel zum ersten Heimsieg der Saison gedreht. Damit holt sich die zweite Mannschaft die Tabellenführung in der Kreisliga A.

„Wenn wir in Ascheberg und Davensberg spielerisch was liegen gelassen haben, haben wir das heute zurückgeholt“, lobte Daniel Heitmann die Leistung seiner Mannschaft. Denn tatsächlich hat Herbern II gerade in der zweiten Hälfte eine Menge Moral bewiesen. Bis zur 66. Minute sah es eher so aus, als ob der Favorit aus Warendorf die drei Punkte vom Herberner Kunstrasen mitnehmen würde.

Denn bis zum 1:2-Anschlusstreffer durch Kapitän Mirco Kortendick in der 66. Minute war die Warendorfer SU die spielbestimmende Mannschaft. Gerade in Halbzeit eins ließen die Warendorfer dies die Herberner Zweite wissen.

Denn die WSU machte eindeutig das Spiel, spielte Herbern II quasi an die Wand. Die Herberner hatten in der Hälfte nur eine Torchance durch Kortendick. Anders sah es auf der anderen Seite aus. Einmal konnte Torwart Leo Fenker, Leihgabe aus der ersten Mannschaft, in höchster Not retten. Dennoch musste er dann in der 23. Minute hinter sich greifen.

Denn der Schiedsrichter übersah eine vermeintliche Abseitssituation der Warendorfer. Daraus resultierte eine Ecke, die im dritten Anlauf reinging. Davor retteten die Latte sowie Fenker.

„In der zweiten Halbzeit wollten wir das anders machen“, so Heitmann. Doch kurz nach Wiederanpfiff sah es schlecht aus. Denn bereits nach 20 Sekunden fiel das 0:2. Für Herbern II war der erneute Gegentreffer aber wie ein Weckruf.

Glückliches Händchen bewiesen

„Wir haben dann viel mehr investiert, sind viel höher angelaufen und waren lauter auf dem Platz“, erklärt Heitmann. Mit Erfolg: Nach dem Anschlusstreffer durch Kortendick erzielte Niclas Sondermann den 2:2-Ausgleichtreffer in der 80. Minute.

Der Siegtreffer fiel vier Minuten vor Schluss. Hier hatte Heitmann zuvor ein glückliches Händchen bewiesen und den Torschützen Robin Krysiak vorher eingewechselt. „Für Robin und Niclas hat es mich sehr gefreut“, so Heitmann.

„Dass wir das komplett drehen, ist verrückt“, fand Daniel Heitmann nach Abpfiff. Aufgrund des Kampfes und der Einstellung seiner Mannschaft sei dies nicht unverdient gewesen. „Aber dass wir das komplett drehen ist natürlich das i-Tüpfelchen.“

Für den SV Herbern II hat der Sieg einen netten Nebeneffekt: Denn die Herberner sind jetzt Tabellenführer mit acht Punkten aus vier Spielen in der Kreisliga A2 Münster.

Über die Autorin
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1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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