Beim Landesligisten SV Herbern hat sich ein Gastspieler mit dem Coronavirus infiziert. © Timo Janisch
Coronavirus

So müssen alle Sportvereine bei einer Coronainfektion handeln

Die Nachricht einer Coronainfektion beim SV Herbern verbreitete sich am Freitag blitzschnell. Wie der Verein damit umgegangen ist und die Situation händelt, ist vorbildlich für andere Klubs. Ein Kommentar.

Am späten Freitagnachmittag machte die Nachricht die Runde in Herbern. Ein Coronafall in der ersten Mannschaft des SV Herbern, dem Landesligisten im kleinen Ort in der Gemeinde Ascheberg.

Ein Spieler, der zur Probe beim Klub vorspielte, hatte Halsschmerzen und ist damit zum Arzt gegangen. Sein Corona-Test war positiv.

Coronatests für die Spieler möglich gemacht

Als diese Nachricht bei den Verantwortlichen ankam, handelten diese vorbildlich. Direkt, transparent und informativ. Die Behörden waren zwar nicht mehr zu erreichen, aber Geschäftsführer Dominik Reher und Trainer Benjamin Siegert leiteten alles in Wege, damit sich die Spieler bereits einen Tag später im Uniklinikum testen lassen konnten. Rund 70 Prozent der Spieler hatten davon bereits direkt am ersten Tag Gebrauch gemacht.

Zudem ging der Verein sehr offen mit der Situation um, sorgte für Fakten bei einem Thema, was so transparent wie nur möglich angegangen werden muss, damit Infektionsketten analysiert und rückverfolgt werden können. Dabei wichtig: Solange ein Spieler keinen negativen Corona-Test nachweisen kann, darf er nicht auf dem Gelände des SV Herbern erscheinen.

Es ist der erste Coronafall in einem Sportverein in der Umgebung und es wird bestimmt nicht der letzte gewesen sein. Andere Vereine können sich daran ein Beispiel nehmen, wie man mit dieser außergewöhnlichen Situation als Sportverein umgehen muss.

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David Nicolas Döring

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