Ein Spieler des SV Herbern verlässt mit sofortiger Wirkung den Verein und wechselt zum Werner SC. © Jura Weitzel
Fußball

Sofort! Spieler des SV Herbern wechselt zum Werner SC – und erklärt seine Gründe für den Wechsel

Das ist eine Überraschung! Noch im Winter verlässt ein Spieler den SV Herbern und wechselt zum Landesliga-Konkurrenten Werner SC. Dort könnte er aber dasselbe Problem haben, das er beim SVH hatte.

Kurz vor dem Ende der Winter-Wechselperiode gibt es eine Überraschung bei den heimischen Vereinen. Ein Spieler des SV Herbern wechselt mit sofortiger Wirkung zum Landesliga-Konkurrenten Werner SC.

Noch Mitte Januar, beim letzten Gespräch mit ihm, standen hinter seiner Zukunft beim SV Herbern viele Fragezeichen. Damals war aber noch nicht davon auszugehen, dass er den Verein verlässt, sondern eher die Frage, wo Maximilian Drews studieren wird.

Maximilian Drews (l.), hier noch im Trikot des SV Herbern, wird, sobald wieder gespielt wird, die Farben des Werner SC tragen.
Maximilian Drews (l.), hier noch im Trikot des SV Herbern, wird, sobald wieder gespielt wird, die Farben des Werner SC tragen. © Tobias Larisch © Tobias Larisch

Das Thema hat sich mittlerweile geklärt, könnte den 20-Jährigen aber bei seinem neuen Verein – dem Werner SC – vor dasselbe Problem stellen wie beim SC Herbern.

„Ich habe mich entschieden, als das mit Bonn noch nicht klar war, aber ich bereue nichts“, sagt Drews. In Bonn wird der WSC-Neuzugang ab dem kommenden Semester Jura studieren.

Im vergangenen Jahr konnte der Abwehrspieler nur selten zum Training der Herberner kommen, weil er seinen Wehrdienst in Nord-Deutschland absolvierte. Wenn er am Wochenende da war, spielte er in der zweiten Mannschaft in der Kreisliga A.

Falls Drews wegen seines Studiums nach Bonn ziehen sollte, würde es mit der regelmäßigen Trainingsbeteiligung beim WSC vermutlich auch schwierig werden. „Das ist natürlich blöd mit dem Studium. Ich muss gucken, wie ich das handhabe. Noch ist ja auch nicht klar, wie es mit dem Studium und Fußball weitergeht. Aber wenn ich nicht zum Training komme, spiele ich nicht“, weiß der Ex-Herberner.

Der Wechsel zum Werner SC habe sich für Drews angeboten

Seine Intention sei aber, in der Landesliga zu spielen. Das hätte Drews auch in Herbern machen können – also warum der Wechsel? „Ich wollte was neues probieren, in einer neuen Mannschaft. Ich war anderthalb Jahre da, war immer ein Teil, aber irgendwie auch nicht.“ Der Wechsel zum WSC habe sich für ihn angeboten. „Es ist nah und da kenne ich schon wen“, sagt Drews, der mit dem Werner Nico Holtmann beim VfB Waltrop zusammen spielte.

Aber es spielt noch ein anderer Grund eine Rolle. „Der Kader in Herbern hat eine höhere Dichte, mehr Quantität. Das heißt nicht, dass Herbern weniger Qualität hat.“ Mit seinem Ex-Verein sei auch alles gut gelaufen. „Sie haben meine Beweggründe verstanden. Ich bin frühzeitig auf sie zugegangen und habe früh mit Co-Trainer Jens Kalpein darüber gesprochen“, so Drews.

Die Wechselgedanken bei ihm wären schon länger gereift. „Ich habe mir schon im Herbst Gedanken gemacht. Ende November habe ich das den Vereinen mitgeteilt.“

Dass es mit der Verkündung dann noch etwas gedauert hat, habe daran gelegen, dass durch die Saisonpause ja kein Zeitdruck bestanden habe. Und warum der sofortige Wechsel? „Das hat sich im Winter so ergeben“, sagt Drews.

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Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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