Albonit Kokollari spielte gemeinsam mit seinem Bruder Albian beim Lüner SV. © Günther Goldstein
Fußball: Kreisliga A

Spieler des Lüner SV unterschreiben beim SV Stockum – und lassen sich nicht mehr blicken

Eigentlich waren sie die beiden Königstransfers für den SV Stockum. Aus der Westfalenliga vom Lüner SV kommen Albonit und Albian Kokollari an die Boymerstraße - oder doch nicht?

Es war voll am Mittwochabend auf dem Trainingsplatz des SV Stockum. Zwar hatte der A-Ligist auch einige Urlauber zu verzeichnen, dennoch war ein Großteil der Mannschaft da und startete in die Vorbereitung. Es fehlten aber die beiden Königstransfers Albian und Albonit Kokollari – und das auch nicht erst seit Mittwoch.

„Wir hatten richtig gute Gespräche mit den beiden Jungs und waren auch sehr überzeugt, dass sie uns richtig gut weiterhelfen können“, sagt Yassine Najih rückblickend über Albian und Albonit Kokollari. Doch dazu wird es wohl nicht kommen: Seit ihrer Unterschrift wurden die Kokollari-Brüder beim A-Ligisten nicht mehr gesehen oder gehört.

Albian Kokollari spielte nicht lange für den Lüner SV. © Bernd Janning © Bernd Janning

„Wir wundern uns da schon ziemlich drüber, dass die Jungs sich gar nicht mehr melden. Das hat ja nun mal auch etwas mit Respekt zu tun“, sagt Najih. „Eigentlich war mit den Jungs ganz klar kommuniziert, dass wir ab dem 1. Juli wieder richtig in der Vorbereitung sind. Deswegen verstehe ich nicht, dass sie jetzt nach wie vor nicht hier auftauchen.“

Im Bezug auf die Vorbereitung könne sich niemand auf seinen Lorbeeren ausruhen. „Nur, weil die beiden Jungs zuletzt höherklassig gespielt haben, heißt das nicht, dass sie keine Vorbereitung brauchen“, sagt Yassine Najih deutlich. „Sie hatten ja die gleiche lange Pause wie alle anderen auch und müssen deswegen genauso wieder reinkommen.“

Mittlerweile hat unter den Verantwortlichen des SV Stockum niemand mehr eine besonders lange Hutschnur beim Thema Kokollari. „Also unser Sportlicher Leiter (Monim Bhihi, Anm. d. Red.) ist ziemlich sauer – er hat sich da sehr reingehängt, dass das klappt. Aber auch wir anderen haben langsam wirklich keine Geduld mehr“, so Najih.

Deswegen hat der Verein den beiden Spielern nun ein Ultimatum gesetzt. „Wenn sie in der nächsten Woche auftauchen, ist es immer noch nicht schön, aber dann akzeptieren wir es“, sagt Najih. „Schließlich können uns die Jungs nach wie vor sicherlich weiterhelfen.“

Sollte es in der kommenden Woche immer noch keine Kommunikation zwischen Verein und Spielern geben, will der Geschäftsführer durchgreifen. „Dann werde ich irgendwann auch die Vereinbarung zerreißen“, sagt Najih. „Wir brauchen schließlich irgendwann Planungssicherheit.“

Aber selbst, wenn die beiden Königstransfers nicht zurück an die Boymerstraße kommen: Der SV Stockum fühlt sich gewappnet für die neue Saison, sagt Yassine Najih: „Wir haben auch so eine sehr gute Mannschaft, mit der wir etwas gutes erreichen können. Davon bin ich absolut überzeugt.“

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
Zur Autorenseite
Johanna Wiening

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.