Leon Lukas und Joe Breloh lieferten sich mit ihren Mannschaften ein enges Duell. © KSV
Fußball

SV Herbern und Königsborner SV spielen zwei völlig verschiedene Halbzeiten

Nach einem holprigen Start in die Vorbereitung zeigten der SV Herbern und der Königsborner SV am Sonntag ein gutes Testspiel. Tiefpunkt war eine umstrittene Rote Karte für einen Herberner.

Nach acht Monaten Corona-Pause fällt das Fußball spielen nicht immer leicht – das haben auch die Spieler von SV Herbern und Königsborner SV in den letzten Wochen gemerkt. Die ersten Tests und Trainings in der Vorbereitung liefen holprig. Das sollte sich im Spiel am Sonntag ändern – so wünschten es sich zumindest die Beteiligten.

In der ersten Halbzeit gelang das vor allem dem SV Herbern. Nach dem Spiel gegen Freckenhorst in der vergangenen Woche, in dem sich die Mannschaft von Benjamin Siegert in einer schwachen Form zeigte, gab es gegen den KSV eine extreme Steigerung.

Immer wieder kombinierte sich die Mannschaft zum Tor vor. Eben wie in der 22. Minute Marcel Scholtysik, der sich über die linke Seite stark durchsetzte und den Ball zu Daniel Krüger brachte. Der traf zum umjubelten und zu diesem Zeitpunkt auch verdienten 1:0 traf.
Auch danach behielt der SV Herbern in der Partie klar die Oberhand und wurde immer wieder auffällig vor dem Königsborner Tor. Nur in der Defensive machten sich die Herberner mit leichten Ballverlusten selbst das Leben schwer. Diese blieben aber vorerst unbestraft.

Oft ließ der SV Herbern in der ersten Hälfte Torchancen liegen. Bis zur 45. Minute: Erst war es erneut Daniel Krüger, der die Herberner Führung erhöhte, dann setzte Robin Schwick direkt im Nachgang noch einen drauf und sorgte für die verdiente 3:0-Pausenführung.

Zur Halbzeit wechselten beide Mannschaften ordentlich durch und stellten auch ihre Systeme an einigen Stellen um. Das schien besonders der Königsborner SV gut zu verkraften. Die Mannschaft spielte jetzt mutiger nach vorne und konnte gegen den klassenhöheren SV Herbern gegenhalten.

Auf Herberner Seite schlichen sich nun immer wieder die leichten Ballverluste ein. In der 52. Minute war es Pascal Georgiadis, der einen leichten Fehlpass ausnutzte und den KSV auf 1:3 wieder heranbrachte. Nur wenig später erzielte Val-Leander Wettklo den zu diesem Zeitpunkt verdienten Anschlusstreffer.

Dann wurde die Partie nochmal hitzig. Luca Dombrowski versuchte, im eigenen Strafraum einen Ball eines heraneilenden Königsborners zu klären. Das missglückte ein wenig und der Schiedsrichter bestrafte die Aktion überhart mit einer mehr als fragwürdigen roten Karte. Doch damit nicht genug: Außerdem gab es Foulelfmeter, den Königsborns Val-Leander Wettklo verwandelte (74.). Insofern eine fragwürdige Entscheidung, als dass die Doppelbestrafung eigentlich mittlerweile abgeschafft ist.

Das sahen auch die beiden Trainer so. „Wir hatten noch versucht zu intervenieren“, sagte Königsborns Coach Tobias Retzlaff. „Die Rote Karte muss man wirklich nicht geben. Er wird schon wissen, warum er das getan hat.“ Ähnlich sah es auch Herberns Benjamin Siegert, der sich aber nach der Partie nicht mehr zu sehr aufregen wollte.

Mit dem Spiel war er aber durchaus zufrieden. „Ich glaube, das war für beide Seiten ein guter Test“, so Siegert. „Gerade die erste Halbzeit war super, da haben die Jungs das gemacht, was wir vor hatten. Königsborn war ein guter Gegner, aber wir haben uns das Leben auch wieder selbst schwer gemacht.“

Ähnlich zufrieden zeigte sich auch Tobias Retzlaff – allerdings mit der zweiten Hälfte. „In der ersten Halbzeit hat man vor allem das gesehen, was man aktuell ja bei allen Teams sieht: Es ist nicht einfach nach der Pause“, so der Trainer. „Aber in der zweiten Halbzeit haben es die Jungs gut gemacht. Ein vernünftiger Test.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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