Marcel Scholtysik (l.) glich zwischenzeitlich für den SV Herbern gegen den TuS Hiltrup aus. Zum Sieg reichte es am Ende dennoch nicht. © Verena Schafflick
Fußball: Testspiel

SV Herbern zeigt gegen Westfalenligisten starkes Spiel – belohnt sich aber am Ende nicht

Gegen den höherklassigen TuS Hiltrup zeigte der SV Herbern eine starke Leistung. Zwei Fehler sorgten allerdings auch für zwei Gegentore - und kosteten am Ende einen möglichen Erfolg.

Gegen den ambitionierten Westfalenligisten TuS Hiltrup hat der SV Herbern eine starke Leistung hingelegt. Zwar unterlag der Landesligist mit 2:4 (2:3), doch gerade in Halbzeit eins bot die Mannschaft eine spannende Partie.

Fünf Tore, Strafstoß, Abseitstor – die erste Hälfte des Testspiels hatte es in sich. Es war eine fulminante Partie. Auch wenn es erst etwas brauchte, bis vor allem den Landesligist dahin kam. Denn die ersten Minuten wirkten etwas hektisch, die Herberner schienen nicht so richtig ins Spiel zu kommen. Die frühe 1:0-Führung von Hiltrup nach neun Minuten war da verdient.

Doch das Gegentor wirkte wie ein Weckruf für den SVH, der zuvor kaum in die Nähe des gegnerischen Tores gekommen war. Doch Daniel Krüger spielte vorm Sechszehner auf den rechtsaußen spielenden Marcel Scholtysik, der zum 1:1-Ausgleich einnetzte (13.). Erste Chance, erstes Tor – das war effizient.

Die Herberner schienen nun Lunte gerochen zu haben. Knappe Minuten nach dem Ausgleich vergab Krüger eine 100-prozentige Chance. Der Hiltruper Keeper hatte sich außerhalb des Strafraums verschätzt, Krüger köpfte über ihn hinweg, aber der Winkel war zu spitz.

Stattdessen entschied Schiedsrichter Christian Arends nur eine Minute später im Herberner Strafraum auf Strafstoß. Sebastian Schütte hatte Luca Marco de Angelis gelegt – sehr zum Unmut seines Trainers. „Das lernst du eigentlich in der D-Jugend, dass man im Strafraum so nicht grätschst“, sagte Benjamin Siegert deutlich. Herberns Torwart Leo Fenker sprang zwar in die richtige Ecke, dennoch traf Daniel Mladenovic zur erneuten Führung (25.).

Zwar sprang Leo Fenker beim Elfmeter in die richtige Ecke – das half aber nicht. © Verena Schafflick © Verena Schafflick

Nun ging es Schlag auf Schlag, als Hiltrup die Führung nur zwei Minuten später auf 3:1 erhöhte. Herbern spielte auf abseits, doch de Angelis startete gegen Luca Dombrowski im richtigen Augenblick und schob ein. „Die beiden Gegentore sind ganz klar durch zwei Fehler von uns entstanden, das muss man nicht schön reden“, tadelte Siegert sein Team. Fenker rettete seine Mannschaft sogar vor dem zwischenzeitlichen 1:4 (32.).

Dennoch war die Führung der Hiltruper zu dem Zeitpunkt zu hoch, denn Herbern bewies sich hier als ebenbürtiger Gegner. Ein Abseitstor von Scholtysik wurde nicht gegeben (33.). Doch fünf Minuten vor der Pause war es dann Daniel Krüger, der sich stark gegen zwei Gegenspieler durchsetzte und von halbrechts zum 3:2-Halbzeitstand verwandelte.

Nach der Pause flachte das Spiel auf beiden Seiten enorm ab. Der Regen gepaart mit dem Hiltruper Rasen machte die Bälle schnell. Dennoch erhöhte Hiltrup kurz vor Schluss auf den 4:2-Endstand. Zuvor hatte Fabian Vogt einen Schuss auf der Linie geklärt (82.). Die daraus resultierte Ecke wurde dann aber am eingewechselten Philipp Sandhowe vorbei ins Tor geköpft (83.).

Trotz der zwei groben Schnitzer seiner Mannschaft war Siegert aber nach der Partie voll des Lobes: „Wir haben uns phasenweise sehr sehr gute Chancen herausgespielt, haben auch die Tore gemacht – vielleicht sogar ein, zwei zu wenig. Aber ansonsten heute eine ganz andere Mannschaft gesehen von mir und so können wir definitiv weiterspielen.“

Über die Autorin
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1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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