Die Werner Leichtathletin Ida Lefering muss durch den Lockdown-Light mit besonderen Trainingsbedingungen zurecht kommen. © Jürgen Weitzel
Leichtathletik

Training in der Kälte: Wernes Leichtathletik-Talent hält sich draußen fit

Erst seit kurzem ist Mittelstreckenläuferin Ida Lefering Mitglied bei der LGO Dortmund. Durch den Lockdown-Light musste sich die Wernerin jedoch schnell wieder von ihrer neuen Laufgruppe trennen.

Für Wernes Leichtathletik-Talent Ida Lefering ging es in diesem Jahr von der LG Coesfeld zur LG Olympia Dortmund. Durch den Lockdown-Light und den damit verbundenen Einschränkungen konnte die 16-Jährige jedoch gar nicht so viele Einheiten mit ihrer neuen Trainingsgruppe absolvieren wie geplant. Im Sommer hatte sie bereits vereinzelt beim Training mitgemacht und in den Herbstferien stand dann noch ein Trainingslager auf der Insel Usedom an.

Nun heißt es jedoch alleine ohne die Gruppe trainieren. Da Sport zu zweit jedoch erlaubt ist, hat sich Lefering mit einer Teamkollegin zusammengeschlossen. Rund um den Phoenix-See oder im Rombergpark absolvieren sie dann einige ihre Einheiten gemeinsam. In die Helmut-Körnig-Halle in Dortmund dürfen sie aktuell nicht, da in NRW aktuell nur Bundeskader-Athleten dazu berechtigt sind, an Landesleistungsstützpunkten zu trainieren. In diesem Zusammenhang gab es bereits vom FLVW einen Brief an die Landesregierung, mit der Forderung, dass auch Landeskaderathleten wie Ida Lefering wieder in die entsprechenden Hallen dürfen.

Neue Methoden für das Trainings-Feedback

Bis eine Entscheidung getroffen ist, muss sich die Mittelstreckenläuferin mit dem winterlichen Wetter zufrieden geben. Bei Dauerläufen sei die Kälte aber gar nicht ganz so schlimm, da man durchgehend in Bewegung sei. Nur während der Tempoläufe sei die Temperatur nicht so angenehm, erzählt Lefering.

Wie sonst auch steht für die Athletin sieben Mal in der Woche Training auf dem Plan. Damit die Läuferin genau weiß, was zu tun ist, bekommt sie jeden Samstagmorgen von ihrem Coach einen Plan für die kommende Woche. Das direkte Feedback fehlt jedoch. Deswegen muss die 16-Jährige ihre gelaufenen Zeiten bei Dauer- oder Tempoläufen in die spezielle Datenbank IDA eintragen. Dort werde dann jede Einheit dokumentiert, inklusive der Dinge, die gut gelaufen oder eher weniger gut gelaufen sind, erklärt Lefering. „Über Whatsapp sind wir aber auch mit unserem Trainer verbunden und telefonieren öfters.“

Einladungswettkämpfe als Alternative

Diese digitalen Rückmeldungen sowie das Training maximal zu zweit war für die Athletin aber schon eine Umstellung. Vor allem, weil sie in den Herbstferien noch mit der ganzen Laufgruppe trainieren konnte. „Das ist schon komisch, wenn plötzlich alles so reduziert wird. Das macht einem das Training ein bisschen schwerer“, findet Ida Lefering. Abhilfe schaffen da die Einheiten mit ihrer Teamkollegin, bei der sich die beide gegenseitig motivieren und pushen.

Trotz des intensiven Trainings rechnet Lefering eher nicht damit, dass es eine normale Hallensaison geben wird. Die Athletin der LG Olympia Dortmund hat aber die Möglichkeit an sogenannten Einladungswettkämpfen teilzunehmen. Für diese muss man bestimmte Ansprüche erfüllen, und auch Landeskaderathleten dürfen dort oft an den Start gehen. „Da müssen wir jetzt die Augen offen halten“, erklärt Lefering.

Fokus liegt auf der Sommersaison

Der Fokus liegt für Lefering trotz alledem auf der kommenden Sommersaison, in der die Läuferin gerne wieder an der Deutschen U18-Meistschaft teilnehmen und neue Bestzeiten anstreben will. „Ich möchte mich weiter an die Spitze kämpfen und über die 1500 Meter gerne mal die 4:30 Minuten ansteuern“, erklärt Lefering.

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