Das Vereinsheim eines Dortmunder Fußballklubs hatte am Freitag seine Türen wieder geöffnet. © Timo Janisch
Fußball: Landesliga

Trotz Bundes-Notbremse: Landesligist darf wieder mit dem Training starten

Vielen kribbelt es aktuell in den Füßen: Zu lang ist das letzte Training auf dem Fußballplatz her. Ein Verein startet aber bereits am 10. Mai wieder - von den Minikickern bis zu den Senioren.

Der Ball liegt auf den heimischen Fußballplätzen schon ziemlich lange still. Über sechs Monate schon konnten zumindest alle Kicker über 14 Jahren nicht mehr auf den Platz. Ein Team aus der Landesliga darf nun aber wieder mit dem Fußball starten – von den Minikickern bis zu den Senioren.

Der VfL Senden gehört zum politischen Kreis Coesfeld – einem der wenigen Kreise, die in den vergangenen Monaten einen Inzidenzwert von unter 100 aufweisen. Die Belohnung: Der Kreis wurde als Modellregion ausgewählt. Verschiedene Projekte werden nun dazu genutzt, weitreichendere Lockerungen auszuprobieren – besonders im Sport und in der Kultur.

Der VfL Senden darf ab dem 10. Mai wieder ran

Eins dieser „Projekte“ ist der VfL Senden. Der Verein, dessen erste Mannschaft in der Landesliga spielt, weiß seit gut einer Woche, dass er wieder in den Trainingsbetrieb starten darf – natürlich nur unter Auflagen. „Die Freude ist total groß bei uns“, sagt Taylan Berik, zweiter Vorsitzender des VfL Senden.

Ab dem 10. Mai dürfen die Teams wieder starten. „Die Fußballer unter 15 Jahren durften bei uns ja sowieso schon die ganze Zeit trainieren“, so Berik. „Und jetzt dürfen eben alle Mannschaften wieder auf den Platz, auch die älteren Junioren und die Senioren.“

Armen Tahiri und der VfL Senden dürfen nun wieder trainieren © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Doch es gibt natürlich Einschränkungen. „Wir wollen natürlich auch alles dafür tun, um Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten“, sagt der zweite Vorsitzende. „Deswegen überlegen wir, pro Platz und Abend nur eine Mannschaft spielen zu lassen.“

Außerdem müssen alle Spieler über 14 Jahre einen negativen Schnelltest vorlegen. „Wir haben aber eine Teststation direkt am Platz“, berichtet Taylan Berik. „Das ist für uns dann natürlich sehr praktisch, da können sich alle Spieler dann direkt testen lassen.“

Auch die Anzahl der Spieler auf dem Platz wird klar begrenzt. „Es dürfen nur noch Vereinsmitglieder und keine Privatpersonen mehr drauf“, sagt Berik. „Außerdem trainieren die Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahre bis 18 Uhr, danach wird der Platz abgesperrt für die anderen Mannschaften.“

„Da ist die Enttäuschung groß“

In den nächsten Tagen werde nun auch nochmal mit den einzelnen Trainern und Verantwortlichen gesprochen. „Uns ist natürlich besonders daran gelegen, dass auch die älteren Jugendmannschaften wieder in den Betrieb kommen“, so Berik. „Aber das werden wir hinbekommen.“

Auch die Reaktionen auf den Trainings-Re-Start sind im Verein eindeutig. „Da ist die Enttäuschung groß“, sagt Taylan Berik, fügt aber lachend hinzu: „Die Enttäuschung, dass wir nicht nächste Woche schon starten können, meine ich natürlich.“

Eine wichtige Voraussetzung für ein funktionierendes Training gibt es aber auch beim VfL Senden. „Die Inzidenzzahlen müssen natürlich weiterhin unter 100 bleiben“, mahnt Berik. „Aber ich bin da guter Dinge, dass das alles klappt und wir endlich wieder starten können.“

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening